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Integriertes Wasserressourcen-Management (IWRM) für die Zielregion Mittel-Java in Indonesien (Antragsphase)

Integriertes Wasserressourcen-Management (IWRM) für die Zielregion Mittel-Java in Indonesien (Antragsphase)
Projektteam:

Lehn, Helmut (Projektleitung); Jürgen Kopfmüller

Förderung:

Bundesministerium für Bildung und Forschung

Starttermin:

2004

Endtermin:

2005

Projektpartner:

Universität Karlsruhe: Institut für Wasserwirtschaft und Kulturtechnik (IWK) - Koordinator, Institut für Siedlungswasserwirtschaft (ISWW), Institut für Massivbau und Baustofftechnologie (IfMB), Versuchsanstalt für Stahl, Holz und Steine (VA-SHS), Geodätisches Institut (GIK).
Universität Gießen
: Institut für Geographie (IfG).
Forschungszentrum Karlsruhe (FZK): Institut für Technische Chemie (ITC-WGT, ITC-ZTS), Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS)

Forschungsbereich:

Nachhaltigkeit und Umwelt

Beschreibung des Projekts

Hintergrund:

Trotz ergiebiger tropischer Niederschläge leidet Mitteljava, an der Südküste der Insel Java (Indonesien) gelegen, in der "Trockenzeit" von Juni bis September an Wassermangel. Ursache ist das schnelle Versickern des Niederschlags im Karst an der Südküste Mittel-Javas und das Fehlen geeigneter Wasserspeicher. Diese Karstgebiete sind von hunderten miteinander vernetzten Höhlen durchzogen, woraus die komplette Ableitung jeglichen Oberflächenabflusses durch die weit verzweigten Abflusssysteme im Untergrund resultiert. Die schlechte Wasserversorgung und der daraus resultierende geringe Lebensstandard in dieser ländlichen Region wird als eine Ursache für die Abwanderung v.a. junger Menschen ("brain drain") in die Großstädte (z.B. Yogyakarta) angesehen.

Den mangelnden oberirdischen Wasserpotenzialen stehen in Form der unterirdischen Karstfließgewässer große Wasserressourcen gegenüber, die einen bedeutenden Beitrag zur Bereitstellung von Trinkwasser und damit zur Hebung des Lebensstandards leisten können. Mittels eines integrierten Wasser-Ressourcen-Managements sollen alle Bereiche von der Trinkwassererschließung und seiner Verteilung bis zur Abwasserentsorgung so gestaltet werden, dass den Grundzügen einer nachhaltigen Entwicklung entsprochen wird und insbesondere die hydrologischen, hygienischen, ökologischen, volks- bzw. betriebswirtschaftlichen und sozialen Aspekte sowie die kulturellen und institutionellen Rahmenbedingungen angemessen berücksichtigt werden.

Zielsetzung des Verbundprojekts:

Zielsetzung der sechs monatigen Vorphase ist es, in Zusammenarbeit mit deutschen und indonesischen Kooperationspartnern eine integrierte Konzeption für ein Wasserressourcen-Management unter Einbeziehung der deutschen und indonesischen Industrie zu erarbeiten. Die geplanten Arbeitsschwerpunkte sind in sechs thematische Arbeitspakete gegliedert:

  1. Wassermengenbewirtschaftung (Trinkwasserförderung, Energieerzeugung)
  2. Trinkwasserversorgung, Wasseraufbereitung, Wassergütesicherung)
  3. Abwasser-/Abfallbehandlung
  4. Ökologische und betriebswirtschaftliche Bewertung
  5. Technikfolgenabschätzung und sozio-ökonomische Rahmenbedingungen
  6. Umsetzung / Technologie- und Know-how-Transfer (capacity-building)

Durch zusätzlichen Technologie- und Know-howtransfer (capacity building) kann das Projekt zu einem wegweisenden Demonstrationsprojekt für weitere Projekte entwickelt werden. Am Ende der Vorphase steht die Ausarbeitung eines Antrags für ein IWRM-Verbundprojekt.

Struktur der Arbeitspakete

Abbildung: Struktur der Arbeitspakete

Arbeitsschwerpunkte von ITAS:

  • Analyse der gegenwärtigen wirtschaftlichen und sozialen Lage im Untersuchungsgebiet,
  • Analyse der Versorgungslage mit Frischwasser,
  • Erstellung eines grundlegenden Anforderungsprofils auf der Basis des Integrativen Nachhaltigkeitskonzepts der HGF.
  • Grundlegende Überlegungen bzgl. des Entwurfs und der Bewertung alternativer Szenarien zur Wasserbereitstellung und Abwasser-/Abfallbehandlung durch eine umfassende Kosten-Nutzenanalyse, sowie bezüglich
  • der gesellschaftlichen Akzeptanz der zum Einsatz vorgesehenen Technologien.

Beteiligte Institutionen:

Universität Karlsruhe

  • Institut für Wasserwirtschaft und Kulturtechnik (IWK) - Koordinator
  • Institut für Siedlungswasserwirtschaft (ISWW)
  • Institut für Massivbau und Baustofftechnologie (IfMB)
  • Versuchsanstalt für Stahl, Holz und Steine (VA-SHS)
  • Geodätisches Institut (GIK)

Universität Gießen

  • Institut für Geographie (IfG)

Forschungszentrum Karlsruhe (FZK)

  • Institut für Technische Chemie (ITC-WGT, ITC-ZTS)
  • Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS)

Infos zum Vorläuferprojekt:

http://www.hoehlenbewirtschaftung.de
http://www.iwk.uni-karlsruhe.de

Publikationen

Kontakt

Dr. Helmut Lehn
Karlsruher Institut für Technologie (KIT)
Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS)
Postfach 3640
76021 Karlsruhe

Tel.: +49 721 608-23977
E-Mail