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Untersuchung der Verteilung ausgewählter Schwermetalle bei Abfallentsorgungsmaßnahmen als Voraussetzung für eine stoffstromorientierte Abfallwirtschaft

Untersuchung der Verteilung ausgewählter Schwermetalle bei Abfallentsorgungsmaßnahmen als Voraussetzung für eine stoffstromorientierte Abfallwirtschaft
Projektteam:

Bräutigam, Klaus-Rainer (Projektleitung); Matthias Achternbosch; Nicola Hartlieb; Christel Kupsch; Gerhard Sardemann

Starttermin:

2003

Endtermin:

2006

Forschungsbereich:

Nachhaltigkeit und Umwelt

Beschreibung des Projekts

Für die Produktion von Industrie- und Konsumgütern werden trotz begrenzter Ressourcen noch immer große Rohstoffmengen eingesetzt, die nach dem Gebrauch der Güter zu Abfall werden und z. T. bedenkliche Konzentrationen an Schwermetallen wie z. B. Quecksilber, Cadmium und Blei enthalten können. Diese können bei der Entsorgung entweder aufkonzentriert werden (für eine stoffliche Verwertung oder für eine ordnungsgemäße Beseitigung) oder in neue Produkte gelangen und damit diffus in der Umwelt verteilt werden (z. B. bei der energetischen Verwertung in industriellen thermischen Prozessen). Eine stoffliche Verwertung der Abfälle ist in vielen Fällen durch die Verunreinigungen mit diesen Schwermetallen erschwert und macht aufwändige Behandlungsschritte notwendig.

Die derzeitigen Kenntnisse über den Stoffhaushalt und die mit Abfallentsorgungsmaßnahmen verbundenen Stoffströme von Quecksilber, Cadmium und Blei reichen nicht aus, um die Abfallwirtschaft in Hinblick auf Nachhaltigkeit zu bewerten und Empfehlungen für eine stoffstromorientierte Abfallwirtschaft zu erarbeiten.

Ziel des über mehrere Jahre laufenden Vorhabens ist es, die zurzeit angewandten Entsorgungsmaßnahmen von quecksilber-, cadmium- und bleihaltigen Produktionsabfällen und Gütern mit Hilfe von Stoffstromanalysen zu untersuchen und im Hinblick auf Nachhaltigkeitskriterien zu bewerten. Die Untersuchungen konzentrieren sich auf zwei Pfade: zum einen soll eine Bilanz der genannten Schwermetalle aufgestellt werden, zum anderen sollen Abfälle identifiziert werden, die relevante Anteile dieser Schwermetalle enthalten.

In einem ersten Schritt sind folgende Arbeiten vorgesehen:

  • Analyse der Datenlage zur Erstellung einer Stoffbilanz für ausgewählte Schwermetalle für Deutschland
  • Zusammenstellung von Gehalten ausgewählter Schwermetalle in Rohstoffen, Zwischenprodukten und in Produktionsabfällen
  • Identifikation von Rohstoffen, Zwischenprodukten, Produkten und Abfällen mit relevanten Schwermetallgehalten als Untersuchungsgegenstand für Stoffstrombilanzen

Publikationen

Kontakt

Dipl.-Phys. Klaus-Rainer Bräutigam
Karlsruher Institut für Technologie (KIT)
Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS)
Postfach 3640
76021 Karlsruhe

Tel.: 0721 608-24873
E-Mail