Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS)

Neue Netzstrukturen für die Energiewende

Die Energiewende in Deutschland ist bereits im Gange, dennoch gibt es viele Möglichkeiten, den Weg zur Klimaneutralität zu gestalten. Die Nachhaltigkeit solcher Zukunftspfade will das ITAS zusammen mit der Zivilgesellschaft im Projekt ENSURE bewerten.
Neue Netzstrukturen für die Energiewende
„Labor“ für die Energienetze der Zukunft: die Modellregion von ENSURE in Schleswig-Holstein (Quelle: Energiekosmos ENSURE)

Um die Ziele des Pariser Klimaabkommens einzuhalten, will Deutschland seine Energieversorgung bis 2050 weitestgehend auf erneuerbare Energiequellen wie Sonnenenergie und Windkraft umstellen. Da sich deren Energiebereitstellung weniger gut steuern lässt als die von herkömmlichen Kraftwerken, verändern sich die Anforderungen an die Elektrizitätsnetze. Deshalb sollen im Projekt ENSURE die Elektrizitätsnetze der Zukunft entwickelt und im Realbetrieb getestet werden. Das passiert in einer Modellregion in Schleswig-Holstein, in der bereits heute Erneuerbare Energien stark ausgebaut sind.

Auswirkungen der Energiewende ganzheitlich abschätzen

Abhängig davon, wie die Energiewende umgesetzt wird, bringt sie neben den technischen auch unterschiedliche gesellschaftliche, ökologische und wirtschaftliche Veränderungen mit sich. Die Aufgabe des ITAS, in der jetzt angelaufenen zweiten Phase von ENSURE ist es deshalb, regionale Nachhaltigkeitsbewertungen für diese verschiedenen Pfade durchzuführen.

„Das bedeutet, dass wir die Auswirkungen der Energiewende möglichst ganzheitlich abschätzen und einordnen wollen“, so das Projektteam. Diese Auswirkungen könnten beispielsweise das gesellschaftliche Miteinander, Umwelt und Gesundheit sowie die Wirtschaft betreffen. Zunächst beschäftigen sich die Forschenden mit den Auswirkungen in der Projektregion. Ihre Erkenntnisse sollen sich dann aber auch auf andere Regionen anwenden lassen.

Die Gesellschaft als Partner

Um dies zu erreichen, arbeiten die Forschenden nicht nur mit Projektpartnern aus der Wissenschaft, sondern auch zusammen mit Vertreterinnen und Vertretern der Gesellschaft, wie der Lokalpolitik, Umwelt-, Sozial- und Wirtschaftsverbänden oder etwa auch Feuerwehren und Kulturschaffenden. Ziel ist es, so eine möglichst breite Zustimmung zu den Kriterien sicherzustellen, mit denen die Entwicklungspfade bewertet werden. (21.01.2020)

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