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Internationales TA-Netzwerk stellt sich vor

Mit „globalTA“ will sich Europas TA-Szene über die Grenzen des Kontinents hinaus vernetzen. Bei der 4. Europäischen TA-Konferenz in Bratislava hat sich das Netzwerk vorgestellt. In einem Videobeitrag berichten Initiatoren und erste Mitglieder.
Quelle: Screenshots aus Video von Thomas Beyer/ITA
Die Initiatoren von „globalTA“: Miltos Ladikas, Michael Nentwich und Julia Hahn.
Quelle: Screenshots aus Video von Thomas Beyer/ITA
Mitglied im Netzwerk: Peta Ashworth, TA-Expertin an der University of Queensland, Australien. (Quelle: Screenshots aus Video von Thomas Bayer/ITA)

Bei der 4. Europäischen Konferenz für Technikfolgenabschätzung (TA), die im November in Bratislava stattfand, präsentierte sich das neue Netzwerk globalTA erstmalig der Community. Wie wichtig internationale Verbindungen in der Technikfolgenabschätzung sind, um globale Herausforderungen zu meistern, erklären die Initiatoren in einem Videobeitrag des österreichischen Instituts für Technikfolgen-Abschätzung (ITA). Auch erste Mitglieder des Netzwerks aus Europa, Asien und Australien kommen darin zu Wort.

Zusammenarbeit über politische Systeme und Regime hinaus

Gerade die vielen kulturellen aber auch strategischen Unterschiede machen es für Michael Nentwich vom ITA interessant: „Es wird eine Lernerfahrung mit dem Ziel, dass sich Fachleute austauschen, damit TA auf einem hohen Niveau und über die verschiedenen Methoden hinaus verbreitet wird. Wir wollen – vielleicht am Anfang auf experimentelle Weise – herausfinden, ob es überhaupt möglich ist, TA auf globaler Ebene über verschiedene Kulturen, politische Systeme, Regime, aber auch Praktiken und Ansätze hinweg durchzuführen.“

Für Miltos Ladikas vom ITAS ist die Erweiterung ein logischer Schritt: „Die Erfahrung, die wir in Europa in verschiedenen Kulturen, verschiedenen Nationen, ja sogar Wertesystemen gemacht haben, war wirklich wichtig, um über die europäischen Grenzen hinaus zu denken. Wir müssen zusammenarbeiten, wenn es um Wissenschaft und Technologie geht. Technikfolgenabschätzung auf globaler Ebene ist daher eine natürliche Entwicklung.“

Es gibt keine nationalen Antworten mehr

Peta Ashworth von der University of Queensland in Australien unterstrich die Wichtigkeit, globale Themen gemeinsam zu durchdenken: „Wenn technologische Lösungen vorgeschlagen werden – ob im Energie- oder Klimabereich oder für eine immer älter werdende Bevölkerung – gibt es viele Herausforderungen. Ein globales TA-Netzwerk bietet die Möglichkeit, sich mit den verschiedenen Forscherinnen und Forschern auszutauschen, die gemeinsame Probleme teilen.“

Auch Russland war durch Natalia Cherepanova von der Tomsk Polytech University vertreten. Sie strich die Einzigartigkeit jedes einzelnen Teilnehmerlandes hervor und will gemeinsame Antworten finden: „Ein großer Vorteil der Zugehörigkeit zum globalen TA-Netzwerk ist die Möglichkeit, nicht nur technologische Fragen zu stellen und Einschränkungen zu diskutieren, sondern auch mit Hilfe unserer Kolleginnen und Kollegen Antworten zu finden.“ (18.11.2019)

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