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Dialog zu autonomen Technologien in Europa

Rund 50 Bürgerinnen und Bürger sind der Einladung des ITAS gefolgt, einen Tag lang über autonomes Fahren, die Zukunft der Arbeit und Robotik in der Pflege zu diskutieren. Zum Abschluss der Veranstaltung übergaben sie ihre Vorschläge an die Politik.
Karlsruher Bürgerdialog „Autonome Technologien im europäischen Kontext“ mit Staatssekretär Christian Luft
Gespräche auf Augenhöhe: Christian Luft, Staatssekretär im BMBF, (rechts) …
Karlsruher Bürgerdialog „Autonome Technologien im europäischen Kontext“ mit KIT-Präsident Holger Hanselka
… und KIT-Präsident Professor Holger Hanselka diskutieren mit Bürgerinnen und Bürgern über Zukunftstechnologien.
Karlsruher Bürgerdialog „Autonome Technologien im europäischen Kontext“
„Hausaufgaben“ für die Politik: Michael Decker, Professor für Technikfolgenabschätzung am KIT, übergibt die Ergebnisse des Bürgerdialogs an Staatssekretär Luft.
Karlsruher Bürgerdialog „Autonome Technologien im europäischen Kontext“
EU-Bürgerdialog: In Karlsruhe gab es großen Gesprächsbedarf zu autonomen Technologien in Europa. (Fotos: Patrick Langer)

Den Fortschritt bei technischen Assistenzsystemen sollte Europa dafür nutzen, dass Menschen ihre Angehörigen künftig länger zu Hause pflegen können. In Pflegeheimen müsse hingegen nicht alles umgesetzt werden, nur, weil es technisch machbar ist.

Im Hinblick auf die Zukunft der Arbeit müsse es Ziel europäischer Politik sein, eine demokratische Technikentwicklung zu ermöglichen. Statt Arbeitsplätze in Gefahr zu bringen, könne Automatisierung dann viele Chancen eröffnen – für nachhaltiges Wirtschaften und flexible Arbeitszeitmodelle.

Was autonomes Fahren anbelangt, solle Europa nicht nur technische, sondern auch gemeinsame ethische Standards entwickeln. Um international auf Augenhöhe zu handeln, könnte – ähnlich wie bei Airbus –  ein gesamteuropäisches Unternehmen ins Leben gerufen werden. 

Diese und viele weitere Vorschläge, haben rund 50 Bürgerinnen und Bürgern am 20. Oktober 2018 auf Einladung des ITAS in intensiven Diskussionen erarbeitet. Am Ende der eintägigen Veranstaltung übergab Michael Decker, Professor für Technikfolgenabschätzung und Bereichsleiter am KIT, ihre Ideen und Wünsche an die Politik. 

Diskussion mit Vertreter des BMBF und dem KIT-Präsidenten

Eigens aus Berlin angereist war dafür Staatssekretär Christian Luft vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF). „Veranstaltungen wie diese sollte es viel öfter geben“, so der Vertreter des BMBF. „Politische Entscheidungen werden besser, wenn Sie uns weiter auf den Füßen stehen. Gute Politik ist auf Ihre Rückmeldungen angewiesen.“

Genauso wie der Staatssekretär nahm sich auch KIT-Präsident Professor Holger Hanselka Zeit, intensiv mit den Bürgerinnen und Bürgern über Chancen und Risiken von autonomen Technologien zu diskutieren. „Uns bewegt die Frage, wie wir das, was wir als Wissenschaft tun, der Gesellschaft näherbringen können und – ebenso wichtig – wie wir mehr darüber erfahren, was die Gesellschaft bei neuen Technologien bewegt“, so Hanselka. Ziel des KIT sei es, diese Wechselwirkungen intensiv zu erforschen und die Wissenschaftler noch stärker in diesen Dialog einzubinden.

Die öffentliche Diskussionsveranstaltung des ITAS wurde durch das BMBF gefördert. Sie ist Teil einer Reihe von Dialogveranstaltungen der Bundesregierung, um zentrale Zukunftsfragen Europas wie Arbeit, Mobilität oder Pflege zu diskutieren. Ihre Ergebnisse werden noch im Dezember 2018 auf europäischer Ebene vorgestellt und weiter diskutiert. (25.10.2018)

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