Home | english  | Sitemap | Impressum | Datenschutz | KIT

Orientierung für die Energiewende

Das Kopernikus-Projekt ENavi verbindet die Expertise von mehr als 80 Institutionen. Eine „Inventur“ ihrer vielfältigen inter- und transdisziplinären Methoden soll helfen, gemeinsam tragfähige Entwicklungspfade für das künftige Energiesystem aufzuzeigen.
Wortwolke Kopernikus-Projekt ENavi

Das Energiesystem mit seinen Sektoren Strom, Wärme und Mobilität ist komplex, stark vernetzt und dynamisch. Für eine erfolgreiche Energiewende ist es daher wichtig, mögliche Entwicklungen sowie direkte und indirekte Folgen von Interventionen möglichst genau im Voraus abschätzen zu können. Nur so kann eine sozial verträgliche, ökologisch tragfähige und technisch ausgereifte Transformation stattfinden, die politisch legitim und wirtschaftlich effektiv ist.

Hier setzt die Folgenabschätzung des Kopernikus-Projekts ENavi an. Das Projekt soll wichtiges Orientierungswissen für die Gestaltung der Energiewende generieren. Sein Roadsmap-und-Navigation-Ansatz integriert dafür disziplinäre und soziale Wissensbestände, um plausible Entwicklungspfade des Energiesystems aufzuzeigen und die Wirkungen von politischen Entscheidungen zu simulieren und abzuschätzen.

Inventur der ENavi-Modelle, Methoden und Interventionen

An dem ENavi-Prozess sind mehr als 80 Institutionen in 195 Teilprojekten beteiligt. Ihre vielfältige Expertise flexibel zu kombinieren, ist eine wesentliche Stärke des Projekts. Sämtliche inhaltliche und methodische Kompetenzen des Konsortiums wurden nun vom ITAS und seinen Projektpartnern systematisch erfasst. Die Datenbasis umfasst nicht nur Informationen zu quantitativen und qualitativen Modellen und Methoden, sondern auch zu den im Projekt analysierten Interventionen im Energiesystem, etwa durch staatliche Steuerung oder Handlungen dezentraler Akteure.

Die Bestandsaufnahme hilft, Kompetenzen zu bündeln und den komplexen ENavi-Prozess zu strukturieren. Je nach Forschungsfrage in den Schwerpunktthemen Strom, Wärme und Mobilität können die Forschenden nun verschiedene qualitative und quantitative Methoden bestmöglich miteinander vernetzen. Dies ist nötig, um beispielsweise bei den Themen Kohleausstieg oder Dekarbonisierung des Verkehrssystems sowohl gesellschaftliche, wirtschaftliche und gesundheitliche als auch, rechtliche, politische und technische Folgen und Voraussetzungen für eine Transformation zusammen in den Blick zu nehmen.

Kurzbericht und Steckbriefe

Die Bestandsaufnahme umfasst einen Kurzbericht und insgesamt 90 Steckbriefe zu Modellen, Methoden und Interventionen, die nun zum Download bereitstehen.

An der Erstellung waren neben dem ITAS, das Institut für Energiewirtschaft und Rationelle Energieanwendung (IER), das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), das Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) und das Zentrum für Interdisziplinäre Risiko - und Innovationsforschung (ZIRIUS) beteiligt. (24.09.2018)

Weitere Informationen