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Nachhaltigkeitsrat zeichnet ITAS-Reallabor aus

Forschende entwickeln gemeinsam mit Bürgern und Initiativen Ideen für mehr Nachhaltigkeit und Lebensqualität in Karlsruhes Oststadt. Dafür wurde das „Reallabor 131: KIT findet Stadt“ jetzt vom Rat für Nachhaltige Entwicklung der Bundesregierung geehrt.
Zukunftsraum für Nachhaltigkeit und Wissenschaft in der Karlsruher Oststadt
Der Zukunftsraum des Reallabors 131 dient den Menschen in Karlsruhes Oststadt als Treffpunkt, Informations- und Bildungsstätte (Foto: KIT)
Auszeichnung des Nachhaltigkeitsrats für Reallabor 131
Projektleiter Oliver Parodi (links) und Andreas Seebacher bei der doppelten Auszeichnung in Berlin (Foto: Svea Pietschmann, Rat für Nachhaltige Entwicklung)

„Das Besondere an dem Projekt ist, dass wir unmittelbar mit den vor Ort lebenden und arbeitenden Menschen auf Augenhöhe zusammenarbeiten. So können wir nicht nur spezifisches lokales Wissen einbinden und weiterdenken, vielmehr gelingt es dadurch, zum Handeln für eine nachhaltige Entwicklung zu kommen.“, sagt Alexandra Quint vom interdisziplinären Projektteam am ITAS. Wege zu mehr Fußgängerfreundlichkeit im Quartier werden in dem Projekt genauso erforscht wie Dienstleistungen für nachhaltiges Wohnen oder nachhaltige Mobilität.

Dabei wird auch ganz praktisch gearbeitet: „Zum Beispiel gibt es ein neu erarbeitetes Energiekonzept für die Erhöhung des Anteils erneuerbarer Energien im Gebäudebestand oder Initiativen zur Entschleunigung unseres immer hektischeren Alltags“, berichtet Oliver Parodi, Leiter des Reallabor 131. All dies geschieht im Zusammenspiel mit zivilgesellschaftlichen Gruppen, der Stadtverwaltung, Vereinen, Betrieben, und vor allem den Bürgerinnen und Bürgern vor Ort.

Vernetzung und Übertragbarkeit

Das Reallabor ist als Plattform zum Mitmachen angelegt und hat stark vernetzenden Charakter. Der projekteigene „Zukunftsraum für Nachhaltigkeit und Wissenschaft“, ein ehemaliges Ladengeschäft, vereint die Eigenschaften eines Quartierbüros, eines Wissenschaftsladens und Bürgerzentrums und fungiert als Treffpunkt, Veranstaltungs- und Bildungsort.

Das Karlsruher Labor hat zudem Modellcharakter und ist auf Übertragbarkeit angelegt: Wissenschaftler aus den Niederlanden, Spanien und Australien haben es bereits beforscht, Kooperationsanfragen kommen aus Mexiko, Russland, Schweiz, USA, Estland, Portugal, Spanien.

Auszeichnung als Transformationsprojekt

Der Rat für Nachhaltige Entwicklung (RNE), der die deutsche Bundesregierung in Fragen der Nachhaltigkeit berät, hat das Reallabor Ende Mai doppelt ausgezeichnet: mit dem Qualitätssiegel „Projekt Nachhaltigkeit 2017“ und als eines von bundesweit vier „Transformationsprojekten“. Das Siegel macht Initiativen aus der Gesellschaft sichtbar, die einen besonderen Beitrag für nachhaltige Entwicklung leisten. Die Transformationsprojekte haben laut Jury ein besonders großes Potenzial, die Welt nachhaltiger zu gestalten. (13.06.2017)

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