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Nachhaltigkeit in Forschungseinrichtungen

Eine Vorreiterrolle beim Thema Nachhaltigkeitsmanagement zu übernehmen, ist das Ziel der drei größten außeruniversitären Forschungsorganisationen in Deutschland. Ihre jetzt vorgestellte Handreichung trägt auch die Handschrift des ITAS.
Reflexionsrahmen für Forschen in gesellschaftlicher Verantwortung
Der Reflexionsrahmen umfasst Kriterien für eine gesellschaftlich verantwortliche Forschung. (Quelle: BMBF)
Übergabe der Handreichung "Nachhaltigkeitsmanagement"
Übergabe der Handreichung: Ministerin Johanna Wanka mit (v.l.) Reimund Neugebauer (Fraunhofer-Gesellschaft), Otmar D. Wiestler (Helmholtz-Gemeinschaft) und Matthias Kleiner (Leibniz-Gemeinschaft). (Foto: Thomas Imo/photothek)

Nicht nur durch ihre wissenschaftlichen Ergebnisse tragen Forschungseinrichtungen zu einer nachhaltigen Entwicklung bei. Als wesentliche Akteure im Innovationssystem, große Arbeitgeber und in der Hauptsache öffentlich finanzierte Organisationen müssen sie sich damit auseinandersetzen, wie sie ihrer Verantwortung gegenüber Umwelt, Gesellschaft und Mitarbeitenden auch in den eigenen Forschungs- und Betriebsprozessen gerecht werden können.

Vor diesem Hintergrund haben die Fraunhofer-Gesellschaft, die Helmholtz-Gemeinschaft und die Leibniz-Gemeinschaft nun im Rahmen des Projekts „LeNa – Leitfaden Nachhaltigkeitsmanagement“ eine Handreichung zum „Nachhaltigkeitsmanagement in außeruniversitären Forschungsorganisationen“ vorgelegt. Anfang Oktober wurde das Dokument von den Präsidenten der drei Forschungseinrichtungen, Reimund Neugebauer, Otmar D. Wiestler und Matthias Kleiner, an Bundesforschungsministerin Johanna Wanka übergeben.

Reflexionsrahmen für gesellschaftlich verantwortliches Forschen

An der ersten umfassenden Betrachtung und Konkretisierung des Themas waren auch Jürgen Kopfmüller und Markus Winkelmann vom ITAS an zentraler Stelle beteiligt. In ihrem Teilprojekt wurden zum einen Kriterien für eine gesellschaftlich verantwortliche Forschung entwickelt. Zum anderen suchten sie nach Wegen, wie diese Kriterien Eingang in den Forschungsalltag finden können – angefangen von der individuellen Ebene der Forschenden bis hin zur Ebene politischer und institutioneller Rahmenbedingungen.

Die wesentlichen Ergebnisse dieses Teilprojekts wurden in einem „Reflexionsrahmen für Forschen in gesellschaftlicher Verantwortung“ niedergelegt. Er enthält, neben einer thematischen Einordnung, die acht erarbeiteten Kriterien: Ethik, integrative Herangehensweise, Interdisziplinarität, Nutzerorientierung, Reflexion von Wirkungen, Transdisziplinarität, Transparenz sowie Umgang mit Komplexität und Unsicherheit. Darüber hinaus umfasst der Reflexionsrahmen Begründungen und methodische Erläuterungen zu den Kriterien, Anleitungen zu ihrer Anwendung sowie Optionen zur Umsetzung und Institutionalisierung für unterschiedliche Ebenen des Wissenschaftssystems. (07.11.2016)

Weitere Informationen:

  • Homepage des Verbundprojekts Nachhaltigkeitsmanagement für außeruniversitäre Forschungseinrichtungen (LeNa)
  • Reflexionsrahmen für Forschen in gesellschaftlicher Verantwortung (PDF)
  • Pressemitteilung des BMBF zur Übergabe der Handreichung