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Endlagerkommission übergibt Abschlussbericht

Die Mitglieder der Kommission zur „Lagerung hoch radioaktiver Abfallstoffe“ haben am Dienstag, 5. Juli 2016, ihre Empfehlungen dem Bundestagspräsidenten übergeben. Armin Grunwald, Leiter des ITAS, war an maßgeblicher Stelle an der Arbeit beteiligt.
Endlagerkommission mit Armin Grunwald übergibt Abschlussbericht
Übergabe des Abschlussberichts an Bundestagspräsident, Norbert Lammert. (Bild: Deutscher Bundestag / Achim Melde)

Vor zwei Jahren begann mit der vom Bundestag eingesetzten sogenannten Endlager-Kommission ein Neustart bei der Suche nach einem Endlager für hochradioaktive Abfallstoffe. Beteiligt waren insgesamt 33 Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Gesellschaft und Wissenschaft, unter ihnen der Experte für Technikfolgenabschätzung und Leiter des Instituts für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse Armin Grunwald.

Nach der offiziellen Übergabe des Abschlussberichts an Bundestagspräsident Norbert Lammert am Dienstag, 5 Juli 2016 zieht Grunwald ein positives Fazit der intensiven Kommissionsarbeit: Trotz einer Gegenstimme bei der Schlussabstimmung habe die Kommission ihren Auftrag zu hundert Prozent erfüllt, einen gesellschaftlichen Konsens über ein Verfahren und Kriterien für die Suche nach einem Endlager für hochradioaktive Abfallstoffe in Deutschland herzustellen. „Es steht jetzt nichts entgegen, dass der Bundestag aus unseren Empfehlungen in den nächsten Monaten ein Gesetz macht und die Standortsuche damit offiziell eröffnet.“

Als Kovorsitzender der Arbeitsgruppe „Gesellschaftliche und technisch-wissenschaftliche Entscheidungskriterien sowie Kriterien für Fehlerkorrekturen“ hatte Armin Grunwald daran selbst maßgeblichen Anteil. Die Aufgabe seiner Arbeitsgruppe war es, sich das Standortauswahlverfahren bis zum Verschluss eines Endlagerbergwerks, also einen Zeitraum von rund 100 Jahren, vorzustellen und mit Plausibilitätsüberlegungen zu überprüfen. Eine besondere Rolle habe es dabei gespielt die geowissenschaftlichen Planungskriterien festzulegen, die das Verfahren in Richtung auf einen Standort mit der bestmöglichen Sicherheit navigieren.

Kernenergie „bis zum Ende denken“

Insgesamt habe die Kommission mit ihrer zweijährigen Arbeit ein zentrales Anliegen der Technikfolgenabschätzung verwirklicht: „Wenn wir neue Technologien implementieren und in die Gesellschaft entlassen, sie in Produkte oder Dienstleistungen aufnehmen, dann sind wir verpflichtet bis zum Ende zu denken. Mit der Kommission haben wir dies für die Kernenergie in Deutschland nachgeholt“, resümiert Grunwald.

Einschätzungen zur Arbeit der Kommission, zu ihrem Abschlussbericht und den weiteren Schritten hin zu einem Endlager bietet dieses Videointerview mit Armin Grunwald.

YouTube: Prof. Armin Grunwald zur Endlagerkommission

(05.07.2016)

Weiterführende Informationen:

  • Website der Endlagerkommission
  • Mitarbeiterseite von Armin Grunwald
  • Presseinformation des Karlsruher Instituts für Technologie