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Kopernikus-Programm: ITAS an allen vier Konsortien beteiligt

Mit der „größten Forschungsinitiative zur Energiewende“ fördert das BMBF die Arbeit an technologischen und wirtschaftlichen Lösungen für die Energieversorgung der Zukunft. Anfang April gab Bundesministerin Wanka die erfolgreichen Projekte bekannt.
Themenfelder Forschungsprogramm Kopernikus
Foto (l. u.): vladimir salman/shutterstock.com

Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft sollen in den kommenden zehn Jahren Hand in Hand an neuen Lösungen für den Umbau des Energiesystems arbeiten. Das Forschungsprogramm Kopernikus vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert sie dabei. Ziel ist es, bis 2025 neue Energiekonzepte auf den Weg zu bringen, die im großtechnischen Maßstab angewendet werden können – und die auch gesellschaftlich mitgetragen werden. Das BMBF will für die Forschungsinitiative insgesamt bis zu 400 Millionen Euro zur Verfügung stellen.

Rund 1000 Institutionen aus Wissenschaft und Wirtschaft hatten sich in 41 Projektvorschlägen um die Teilnahme an Kopernikus beworben. Ein internationaler Beirat wählte davon vier Konsortien mit insgesamt 230 beteiligten Institutionen aus, die noch in diesem Jahr mit ihrer Arbeit beginnen sollen. Die Entscheidung wurde Anfang April von der Bundesforschungsministerin Johanna Wanka bekannt gegeben. Das ITAS ist in allen vier Projekten als Partner beteiligt und zudem durch Institutsleiter Armin Grunwald im Direktorium des Konsortiums zur Systemintegration vertreten.

Vier erfolgreiche Projekt-Konsortien

Im Themenfeld „Neue Netzstrukturen“ konnte sich das Projekt Ensure unter der Leitung des KIT-Präsidenten Holger Hanselka durchsetzen. Zusammen mit 20 weiteren Partnern untersucht das ITAS, wie durch eine Kombination von dezentral und zentral erzeugtem Strom die Kosten für den Netzumbau verringert werden könnten.

An den großtechnischen Voraussetzungen, das fluktuierende Angebot an erneuerbaren Energien in Form von chemischen Grundstoffen, gasförmigen Energieträgern und Kraftstoffen zu speichern, arbeiten die Forscherinnen und Forscher im Themenfeld „Power-to-X“. Das ITAS bringt seine Erfahrungen im Bereich der lebenszyklusbasierten Nachhaltigkeitsbewertung neuer Energietechnologien ein.

Das Projekt SynErgie will erstmals in Deutschland demonstrieren, wie energieintensive Produktionsprozesse an eine schwankende Energieversorgung angepasst werden können, um Energiekosten zu sparen und CO2-Emissionen zu verringern. Das ITAS wird sich im Themenfeld „Industrieprozesse“ mit den sozialen Auswirkungen der flexiblen Anpassung der Industriesysteme auf eine schwankende Energieversorgung befassen. Insbesondere sollen die Auswirkungen auf Produktionsabläufe und somit auf die betriebliche Arbeitsorganisation untersucht werden.

Im Themenfeld Systemintegration betrachtet das Projekt ENavi die Energiewende als einen gesamtgesellschaftlichen Veränderungsprozess. Die Partner wollen dazu beitragen, die Energiewende mit einer größtmöglichen Einbindung der Vielzahl von Stakeholdern voranzutreiben und das Marktpotenzial verschiedener Technologien abzuschätzen. Das ITAS wird sich unter anderem verstärkt bei der Entwicklung der Roadmaps einschließlich Szenarienentwicklung, bei der Nachhaltigkeitsbewertung und beim Thema Mobilitätswende einbringen. (27.04.2016)

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