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Projektstart: „QuartrBack“ für Menschen mit Demenz

Das ITAS beteiligt sich an der Entwicklung einer intelligenten Notfallkette, die es Menschen mit Demenz erlaubt, trotz ihrer Erkrankung möglichst selbstbestimmt zu leben.
„QuatrBack“ für Menschen mit Demenz
Foto: Pakhnyushchy / Shutterstock.com

Das Verhalten von Menschen mit Demenz verändert sich bei fortschreitendem Krankheitsverlauf zunehmend und geht häufig mit Orientierungslosigkeit, Wanderverhalten, Depressivität, Angst und Aggressivität einher. Für die erkrankten Personen hat das einen immer weiter sinkenden Grad an Selbstbestimmung, Selbstständigkeit und gesellschaftlicher Teilhabe zur Folge.

Das Verbundprojekt „QuartrBack – Intelligente Notfallkette im Quartier für Menschen mit Demenz“, gefördert durch das BMBF über einen Zeitraum von drei Jahren, will Betroffenen einen möglichst selbstbestimmten, individuellen Lebensstil und Teilhabe am sozialen Leben ermöglichen. Dafür verbinden die Projektpartner den ausgedehnten Einsatz verschiedener Technologien mit der Dienstleistung eines ServiceCenterPflege (SCP) – einer Software zur Pflegedokumentation, die um verschiedene Funktionen der Datenerfassung erweitert werden soll, um bei Bedarf geeignete Handlungsmöglichkeiten aufzeigen und den Einsatz von (ehrenamtlichen) Helfern koordinieren zu können. Ziel der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ist es, so eine intelligente Notrufkette zu entwickeln, die Kommunen und ein ehrenamtliches Helfernetz mit einbindet.

Das ITAS übernimmt die entwicklungsbegleitende Technikfolgenbeurteilung des Projektprozesses und hat dabei nicht nur technische, sondern auch rechtliche, ökonomische und ethisch-soziale Aspekte der Techniknutzung im Blick. Über diesen interdisziplinären Diskurs hinaus analysiert es die unterschiedlichen Erwartungen und Anforderungen der verschiedenen Interessenvertreter an die verwendete Technik und untersucht, wie diese miteinander in Einklang gebracht werden können. Das ITAS unterstützt die Projektpartner außerdem bei der Konzeption und dem Aufbau des ServiceCenterPflege sowie des Helfernetzwerkes und begleitet praktische Feldtests. (24.06.2015)

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