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Assessing Big Data: Kooperationsprojekt gestartet

Das interdisziplinäre Projekt ABIDA lotet gesellschaftliche Chancen und Risiken der Verknüpfung großer Datenmengen aus und entwirft Handlungsoptionen für Politik, Forschung und Entwicklung.
ABIDA - Assessing Big Data
Digitale Spuren entstehen heute fast überall. (Foto: Lydia Albrecht und Emanuel Jöbstl / KIT)

Smartphones, soziale Netzwerke und mit dem Internet verbundene Alltagsgegenstände – immer mehr Quellen produzieren stetig wachsende Datenmengen. Wie können Politik, Wirtschaft und gesellschaftliche Akteure Big Data positiv einsetzen? Und wie lässt sich die Technik mit dem Schutz von Persönlichkeitsrechten in Einklang bringen? Diese Fragen untersuchen das Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS) und das Institut für Informations-, Telekommunikations- und Medienrecht (ITM) der Universität Münster im Projekt ABIDA – Assessing Big Data. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert das Vorhaben für vier Jahre mit über sechs Millionen Euro.

„Die technischen Möglichkeiten, Daten aufzuzeichnen, sie miteinander zu verknüpfen und für unterschiedliche Zwecke auszuwerten nehmen rasant zu, aber mit ihnen auch die Unsicherheit, was mit den Daten geschieht“, sagt Armin Grunwald, Leiter des ITAS und Sprecher des Projekts. Gleichzeitig stehe die Diskussion, wie diese Technik verantwortlich genutzt und mit unseren Vorstellungen von Datenschutz und Privatheit in Einklang gebracht werden könne, noch am Anfang. Das Projekt soll deshalb konkrete Handlungsoptionen für Politik, Forschung und Entwicklung formulieren, die zu einem Umgang mit Big Data beitragen, der die Balance zwischen Innovationspotentialen und der Wahrung von Persönlichkeitsrechten findet.

Bürgerkonferenzen, Expertenbefragungen und Prognosemethoden

Im Mittelpunkt von ABIDA stehen unter anderem drei Bürgerkonferenzen an verschiedenen Orten in Deutschland. Zusammen mit einer repräsentativen Bürgerumfrage sollen sie Aufschluss darüber geben, welche Erwartungen und Ängste Bürgerinnen und Bürger mit der neuen Technologie verbinden. Die Wissenschaftler wollen darüber hinaus mit Einzelstudien und Expertenbefragungen zeigen, wie sich Big Data-Anwendungen, -Datenströme und -Geschäftsmodelle schon heute auf unser Leben auswirken. Um künftige Entwicklungen abzuschätzen, werden Szenarien für Big Data entworfen und mit einem Expertendelphi diskutiert. (31.03.2015)

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