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Neues Dissertations-Projekt zu ethischen Fragen von Innovationsprozessen [17.09.2014]

Technikvisionen erfahren seit einigen Jahren eine wachsende Aufmerksamkeit in der Technikfolgenabschätzung. Vor allem im Kontext der aufkommenden Nanotechnologie, die in der Öffentlichkeit kontrovers diskutiert wurde, zeigte sich, wie stark Visionen technischer Zukünfte die Wahrnehmung der neuen Technologien beeinflussen, Erwartungen wecken, aber auch Ängste schüren können.

In den vergangenen zwei Jahren haben mehrere Arbeiten, die im Kontext der Technikfolgenabschätzung entstanden sind, auf die Rolle der Technikvisionäre und auf deren Verantwortung in der Technikgenese aufmerksam gemacht. Dabei sind viele Fragen offen: Werden Akteure, die sich an der Schnittstelle von Wissenschaft und Technik aufhalten und Technikvisionen verbreiten, ihrer spezifischen Rollenverantwortung gerecht? Überschreiten sie gar ihre Kompetenz, wenn sie sich auf das Terrain des Fiktiven begeben? Welche Verantwortungstypen gibt es?

Die Dissertation „Zukünfte, Visionen und Verantwortung – Ethische Fragen von Innovationsprozessen“ versucht zunächst die Begriffe Leitbild und Vision komparativ zu schärfen und ihren Ort in der Technikdebatte der vergangenen Jahre zu skizzieren. Die Arbeit wird einen Verantwortungsbegriff entwickeln und der Frage nachgehen, ob „visionäre“ Praktiken Handlungen sind, die es möglich oder gar erforderlich machen, dass Verantwortung für sie übernommen bzw. ihnen zugesprochen wird.

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