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Neuerscheinung: "Zukünftige Themen der Innovations- und Technikanalyse", Band 2 [11.08.2014]

Cover

Welche Problemstellungen sollte die Technikfolgenforschung künftig bearbeiten? Um diese Frage ging es in dem 2008 begonnenen, durch das deutsche Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) finanzierten Projekt „Identifizierung neuer Themen für die Innovations- und Technikanalyse des BMBF (ITA-Monitoring)“.

Frühzeitiges Identifizieren künftiger technischer und gesellschaftlicher Problemstellungen erfordert einen systematisch angelegten Suchprozess, der das Einbinden unterschiedlichster Fachkollegen unabdingbar macht.

Da vor dem Hintergrund begrenzter finanzieller Ressourcen davon auszugehen ist, dass nicht alle Problemstellungen bearbeitet werden können, müssen die identifizierten Problemlagen auch in ihrer Relevanz vergleichend beurteilt werden und das über die volle Bandbreite technischer Entwicklungen hinweg. Relevanzkriterien helfen da weiter, können aber nicht die Schwierigkeit beheben, Techniken für ganz unterschiedliche Anwendungskontexte ins Verhältnis zu setzen, etwa einen Vergleich von medizintechnischen Anwendungen und Techniken zur Speicherung elektrischer Energie vorzunehmen.

Im Rahmen dieses Projektes ist nun der zweite und letzte Band („Lessons Learned und ausgewählte Ergebnisse“) erschienen, in dem wieder konzeptionelle Erkenntnisse mit inhaltlichen Forschungsergebnissen kombiniert werden. Im ersten Band („Zukünftige Themen der Innovations- und Technikanalyse: Methodik und ausgewählte Ergebnisse“) wurde konzeptionell der vorgelagerten Frage nachgegangen, welcher Problemstellungen sich Technikfolgenforschung (TA) als problemorientierte und damit transdiziplinäre Forschung denn in Zukunft annehmen könnte oder sollte. Hierzu wurde der methodische Ansatz als kontinuierlicher Suchprozess nach neuen TA-Themen und ihrer Einordnung nach Relevanz und Dringlichkeit detailliert beleuchtet. Im zweiten Teil wurden die Kurzstudien zu den Themen Elektromobilität, Intelligente Stromnetze, „Klebrige Informationen“ und Nichtmedizinische Anwendungen der Neurowissenschaften vorgestellt.

Aufbauend auf den Befunden, wird in diesem zweiten Band nun im einleitenden Kapitel (Teil 1) den Fragen nachgegangen, ob das „gleichzeitige Entdecken“ relevanter und neuer Themen generell möglich ist und wie ein methodisches Design eines Forschungsprojekts aussehen müsste, um diesem Anspruch gerecht zu werden. In Teil 2 werden dann, wie im ersten Band, drei dieser „Entdeckungen“ vorgestellt: 1) „Frisch auf den Müll“. Verringerung der Lebensmittelverluste als Ansatz zur Verbesserung der Welternährungssituation, 2) Serviceroboter in Pflegearrangements und 3) Soziale Voraussetzungen von Bestrebungen zu technischem Enhancement menschlicher Fähigkeiten. Für diese Themen wurden neben transdisziplinären Situationsbeschreibungen auch Empfehlungen für problemadäquate methodische Vorgehensweisen zur Erarbeitung von Problemlösungen ausgearbeitet.

Bibliographische Angaben:

Decker, M.; Fleischer, T.; Schippl, J.; Weinberger, N. (Hrsg.)
Zukünftige Themen der Innovations- und Technikanalyse: Lessons Learned und ausgewählte Ergebnisse. Karlsruhe: KIT Scientific Publishing 2014
(KIT Scientific Reports 7668)
DOI http://dx.doi.org/10.5445/KSP/1000040806