Home | english  | Sitemap | Impressum | Datenschutz | KIT

EU-Projekt "ReNewTown" stellt auf Abschlusskonferenz in Ljubljana Projektergebnisse vor [13.03.2014]

Ein Zentrum für kulturelle Events, ein Museum der Alltagskultur, ein Freiluft-Treffpunkt für alle Generationen und ein Beratungszentrum für Existenzgründer – dies sind beispielhafte Ergebnisse von „ReNewTown“. Ziel des EU-Projekts, an dem das ITAS beteiligt war, war die Aufwertung von Städten in Mittel- und Osteuropa. Die Abschlusskonferenz fand am 11. und 12. Februar 2014 im slowenischen Ljubljana statt. Neben den vier Pilotprojekten in Polen, der Slowakei, Slowenien und der Tschechischen Republik erstellte das Projekt Publikationen mit Handlungsempfehlungen für beispielsweise Stadtplaner, Vertreter von Kommunen, NGOs und Bürger. Eine Datenbank mit Beispielen verschiedener Stadtaufwertungsprojekte ist ebenfalls verfügbar.

Städte und Stadtteile in ehemals sozialistisch regierten Ländern kämpfen – je nach regionalen Gegebenheiten – häufig mit Problemen wie einem schlechten Zustand von Gebäuden und öffentlichen Plätzen oder einem Mangel an Einrichtungen für soziale und kulturelle Veranstaltungen. Dazu kommen oft Arbeitslosigkeit und fehlende Geschäftsmöglichkeiten. An Lösungen, welche die Lebensqualität in Städten Mittel- und Osteuropas erhöhen, arbeiteten im Projekt „ReNewTown“ Experten unterschiedlicher Disziplinen aus Deutschland, Polen, Slowenien, der Tschechischen Republik und der Slowakei. Das Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS) war wissenschaftlicher Partner. „Im Projekt ReNewTown ging es vor allem darum, die Identifikation der Menschen mit ihrem Wohnumfeld zu stärken und nicht genutzten Gebäuden aus der sozialistischen Zeit eine neue Funktion zu verleihen“, erklärt Christina Götz vom ITAS. Ziele waren, soziale und kulturelle Angebote zu entwickeln, öffentliche Plätze zwischen Wohnblöcken ansprechend zu gestalten und Gründeraktivitäten zu fördern. „Die Ergebnisse kommen aber nicht nur Städten in ehemals sozialistisch regierten Ländern zugute“, so die Soziologin. „Auch andere Städte stehen vor ähnlichen Herausforderungen, was beispielsweise vernachlässigte öffentliche Plätze oder mangelnde kulturelle Angebote betrifft. Sie können ebenfalls von den Lösungen aus ReNewTown profitieren.“

Unter anderem hat „ReNewTown“ zwei Publikationen und eine Datenbank hervorgebracht. Das „Handbook of Models“ wendet sich an Stadtplaner, Vertreter von Kommunen und Politiker. Es stellt zahlreiche Regenerationsprojekte im urbanen Raum aus der Sicht der Beteiligten vor. Die Publikation „ENGAGE! Brighter Future in Your Hands“ vermittelt Bürgern und Nichtregierungsorganisationen, die Projekte in ihrem eigenen Stadtteil planen, Inspirationen, praktische Tipps sowie Erfahrungen aus „ReNewTown“. Weitere Beispiele lassen sich über eine Datenbank abrufen, die derzeit Beschreibungen von 148 Projekten aus 69 Städten in 13 Ländern enthält.

Das Projekt „ReNewTown“ schloß mit der Konferenz „Renewed Post-Socialist City – Competitive and Attractive“ am 11. und 12. Februar 2014 in der slowenischen Hauptstadt Ljubljana ab. Die Konferenz richtete sich an Wissenschaftler, Stadtplaner und Entscheidungsträger im städtischen Kontext. Das Projekt „ReNewTown“ lief im „CENTRAL EUROPE Programme“ der EU und wurde aus dem „European Regional Development Fund“ (ERDF) kofinanziert.

Weitere Links: