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Karlsruher Transformationszentrum für nachhaltige Zukünfte und Kulturwandel (KAT)

Karlsruher Transformationszentrum für nachhaltige Zukünfte und Kulturwandel (KAT)
Projektteam:

Parodi, Oliver (Ko-Projektleitung); Andreas Seebacher (Ko-Projektleitung), Richard Beecroft, Annika Fricke, Lea Herfs, Melanie Mbah, Sarah Meyer-Soylu, Volker Stelzer, Helena Trenks, Colette Waitz

Förderung:

Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg; Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren; Karlsruher Institut für Technologie

Starttermin:

2018

Forschungsbereich:

Nachhaltigkeit und Umwelt

Projektbeschreibung

Zwischen Wissen und Handeln liegt das Experiment, das Neue als Wagnis. In diesem Sinne möchte das „Karlsruher Transformationszentrum für nachhaltige Zukünfte und Kulturwandel“ (KAT) in transdisziplinären Experimenten integrative Nachhaltigkeitslösungen in Kooperation von Wissenschaft und Gesellschaft entwickeln und erproben, den Wandel wagen, erforschen und gestalten.

Ziel des ITAS-Projektes ist die Konzeption, Realisierung und Institutionalisierung des KAT bis zum Frühjahr 2020. Den epistemischen und gestalterischen Kern des KAT soll ein institutionalisiertes Reallabor bilden, das Forschung im Rahmen einer realweltlichen Forschungsinfrastruktur betreibt und gleichzeitig Transformation ermöglicht. Dies baut unmittelbar auf den Strukturen, Kompetenzen und Erfahrungen des mehrfach ausgezeichneten KIT-Reallaborkomplexes „Quartier Zukunft – Labor Stadt“ (QZ) und „Reallabor 131: KIT findet Stadt“ (R131) sowie der „Karlsruher Schule der Nachhaltigkeit“ (KSN) auf, führt diese zusammen und erweitert sie um wesentliche Funktionen und Aufgabenbereiche (s. unten).

Ab 2020 soll das KAT als eigenständige Organisationseinheit die mit dem Quartier Zukunft bereits 2012 begonnene Reallaborarbeit fortsetzen, ausbauen und verstetigen, um so Transformationsprozesse zu nachhaltigen Lebens- und Wirtschaftsweisen langfristig begleiten und anstoßen zu können. Entsprechend seinen übergreifenden Zielen der Nachhaltigkeitsforschung und -gestaltung soll das KAT ab 2020 sowohl von der Wissenschaft als auch von anderen gesellschaftlichen Akteuren jeweils zu gleichen Teilen finanziert und getragen werden.

Künftige Ziele und Aufgaben des KAT

Das KAT soll sich synergetisch folgenden Aufgaben und Zielen widmen:

  • Forschung: Das KAT betreibt transformative Nachhaltigkeitsforschung. Neben der (anwendungs- und problemzentrierten) transdisziplinären Forschung soll auch Grundlagenforschung zu (den Bedingungen gelingender) Transformation erfolgen.
  • Experimentierraum: Mit seinem Reallabor eröffnet, erschließt und unterhält das KAT Räume des Experimentierens.
  • Innovation und Aktion: Das KAT stößt Wandel an, entwickelt und erprobt soziale, technische, ökonomische u. a. Beiträge nachhaltiger Entwicklung in allen Lebensbereichen.
  • Bildung: Das KAT betreibt Bildung für Nachhaltige Entwicklung in Universität, Stadtgesellschaft, Schulen und breiter Öffentlichkeit.
  • Beratung: Mit seinen Kompetenzen und langjährigen Reallabor-Erfahrungen berät das KAT andere Einrichtungen, Kommunen, transdisziplinäre Projekte, etc.
  • Verständigung und Vernetzung: Es betreibt die Vernetzung von unterschiedlichsten Akteuren (z.B. technischen und sozialen Pionieren des Wandels) in vielgestaltigen Kooperationen (SPPPs).
  • Reflexion und Kontemplation: Das KAT bietet in einer ruhelosen und immer schneller getakteten Welt auch Rückzugsräume, ein Refugium und Denkräume für Pioniere des Wandels.

Viele dieser Aufgaben wurden im Zuge des R131 (2015-2017) und werden im laufenden Betrieb des QZ bereits in der Aufbauphase des KAT durchgeführt – z.B. im Zuge der Partnerprojekte „Energietransformation im Dialog“, „Klimaschutz gemeinsam wagen“ oder „Grüne Lunge“ – sollen ab 2020 aber noch einmal deutlich ausgeweitet und vertieft werden.

Vision

Mit dem „Karlsruher Transformationszentrum für nachhaltige Zukünfte und Kulturwandel“ entsteht in den nächsten Jahren ein lokal, national und international wirksamer und sichtbarer Motor Nachhaltiger Entwicklung. Das KAT unterstützt, erforscht und gestaltet die Menschheitsaufgabe der „großen Transformation“ (WBGU 2011, 2016) und hinterfragt dabei grundlegende kulturelle Muster unserer (globalen) nicht nachhaltigen Wirtschafts- und Lebensweise. Es lädt mit seiner integrativen und synergetischen Kopplung von Forschung, Praxis und Bildung dazu ein, bestehende gesellschaftliche Systemgrenzen, Partikularinteressen und Denkschulen zu überwinden und sucht dabei echte Alternativen und Ansatzpunkte für zukunftsfähige Kulturen der Nachhaltigkeit.

Wenn Sie an einer Kooperation im Rahmen des KAT interessiert sind, können Sie sich gerne an uns wenden (KAT∂itas.kit.edu).

Ausgewählte Publikationen

Parodi, O.; Ley, A.; Fokdal, J.; Seebacher, A.
Empfehlungen für die Förderung und Weiterentwicklung von Reallaboren. Erkenntnisse aus der Arbeit der BaWü-Labs In: GAIA 27/1(2018): 178-179.

Beecroft, R.; Trenks, H.; Rhodius, R.; Benighaus, C.; Parodi, O.
Reallabore als Rahmen transformativer und transdisziplinärer Forschung: Ziele und Designprinzipien. In: Defila, R.; Di Giulio, A. (Hrsg.): Transdisziplinär und transformativ forschen. Eine Methodensammlung. Wiesbaden: Springer VS 2018, S. 75-100, DOI: 10.1007/978-3-658-21530-9_4

Parodi, O.
Zur Reallaborzukunft – Empfehlungen aus den BaWü-Labs. Vortrag auf dem Reallabor Symposium, Karlsruhe, 27.04.2018

Parodi, O.; Ley, A.; Fokdal, J.; Seebacher, A.
Empfehlungen für die Förderung und den Aufbau von Reallaboren. Ein Positionspapier der BaWü-Labs. http://www.t1p.de/Positionspapier-BaWue-Labs (27.07.2018)

Parodi, O.; Schäpke, N.
Reallabore: Konzeption, Kerncharakteristika und Praxisbeispiele. Vortrag beim Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung, Bonn, 01.02.2018

Parodi, O.; Tamm, K. (Hrsg.)
Personal sustainability – Exploring the far side of sustainable development. London, New York: Routledge 2018
mehr zum Buch

Parodi, O.; Waitz, C.; Bachinger, M.; Kuhn, R.; Meyer-Soylu, S.
Insights into and recommendations from three real-world laboratories – An experience-based comparison. GAIA 27(2018)S1, S. 52-59, DOI: 10.14512/gaia.27.S1.12

Singer-Brodowski, M.; Beecroft, R.; Parodi, O.
Learning in Real-World Laboratories. A Systematic Impulse for Discussion. In GAIA 27/S1(2018): 23-27.

Trenks, H.; Waitz, C.; Meyer-Soylu, S.; Parodi, O.
Mit einer Realexperimentreihe Impulse für soziale Innovationen setzen – Realexperimente initiieren, begleiten und beforschen. In: Defila, R.; Di Giulio, A. (Hrsg.): Transdisziplinär und transformativ forschen. Eine Methodensammlung. Wiesbaden: Springer VS 2018, S. 263-268, DOI: 10.1007/978-3-658-21530-9_12

Parodi, O.
Reallabore als gesellschaftliche Lernorte ... und als Bildungseinrichtungen? Vortrag zum Workshop „Reallabore als transformative Methode in der Nachhaltigkeitsbildung“, Wuppertal Institut, 25.01.0217

Parodi, O.; Albiez, M.; Beecroft, R.; Meyer-Soylu, S.; Quint, A.; Seebacher, A.; Trenks, H.; Waitz, C.
Das Konzept „Reallabor“ schärfen. Ein Zwischenruf des Reallabor 131: KIT findet Stadt. GAIA 25(2016)4, S. 284-285, publ. online, DOI: 10.14512/gaia.25.4.11

Parodi, O.; Beecroft, R.; Albiez, M.; Quint, A.; Seebacher, A.; Tamm, K.; Waitz, C.
The ABC of real-world lab methodology – From “action research” to “participation” and beyond. TRIALOG 126/127 (2016)3-4 (October 2017), S. 74-82

Quint, A.; Parodi, O.
Die Zukunft europäischer Städte – Herausforderungen an eine nachhaltige Entwicklung. Stadt+Raum 38(2017)2, S. 74-76

Waitz, C.; Quint, A.; Trenks, H.; Parodi, O.; Jäkel, A.; Lezuo, D.; Wäsche, H.
Das Reallabor als Motor für nachhaltige Quartiersentwicklung – Erfahrungen aus dem Karlsruher Experimentierraum. Berichte. Geographie und Landeskunde 91(2017)1, S. 67-80

Albiez, M.; Banse, G.; Lindeman, K.; Quint, A. (Hrsg.)
Designing Sustainable Urban Futures — Concepts and Practices from Different Countries. Karlsruhe: KIT Publishing 2016

Beecroft, R.; Parodi, O.
Reallabore als Orte der Nachhaltigkeitsforschung und Transformation. In Technikfolgenabschätzung – Theorie und Praxis 25(2016)3, S. 4-8

Luederitz, C.; Schäpke, N.; Wiek, A.; Lang, D.J.; Bergmann, M.; Bos, J.J.; Burch, S.; Davies, A.; Evans, J.; König, A.; Farrelly, M.A.; Forrest, N. und weitere, sowie Parodi, O. et al.
Learning through evaluation – a tentative scheme for sustainability transition experiments. Journal of Cleaner Production (2016), publ. online, DOI: 10.1016/j.jclepro.2016.09.005

Lützkendorf, T.; Albiez, M.; Balouktsi, M.; Kopfmüller, J.
Supporting urban district development by accompanying sustainability assessment. In: Zentrum für Energie, Bauen, Architektur und Umwelt – ZEBAU (Hrsg.): Proceedings of the SBE 16 International Conference on Sustainable Built Environment, Hamburg, 08.-11.03.2016. Hamburg: 2016, S. 1104-1113

Meyer-Soylu, S.; Parodi, O.; Trenks, H.; Seebacher, A.
Das Reallabor als Partizipationskontinuum. Erfahrungen aus dem Quartier Zukunft und Reallabor 131 in Karlsruhe. Technikfolgenabschätzung – Theorie und Praxis 25(2016)3, S. 18-27

Parodi, O.; Albiez, M.; Meyer-Soylu, S.; Waitz, C.
Das „Quartier Zukunft – Labor Stadt“: ein reales Reallabor. In: Hahne, U.; Kegler, H. (Hrsg.): Resilienz / Stadt und Region – Reallabore der resilienzorientierten Transformation. Frankfurt am Main: Peter Lang 2016, S. 101-125
(Stadtentwicklung, Bd. 1)

Parodi, O.; Beecroft, R.; Albiez, M.; Quint, A.; Seebacher, A.; Tamm, K.; Waitz, C.
Von „Aktionsforschung“ bis „Zielkonflikte“ – Schlüsselbegriffe der Reallaborforschung. Technikfolgenabschätzung – Theorie und Praxis 25(2016)3, S. 9-18

Waitz, C.; Meyer-Soylu, S.
Das ReparaturCafé als Transformationselement im urbanen Raum. In: Technikfolgenabschätzung – Theorie und Praxis 25(2016)2, S. 22-28

Parodi, O.; Seebacher, A.; Quint, A.; Albiez, M.; Meyer-Soylu, S.; Waitz, C.
Das „Quartier Zukunft – Labor Stadt“. Nachhaltige Stadtentwicklung als Scientific Public Private Partnership. polis – Magazin für Urban Development (2015)4, S. 30-32

Seebacher, A.; Albiez, M.; Parodi, O.; Quint, A.; Zimmer-Merkle, S.; Walter, I.
Wie Nachhaltigkeit möglich ist. Leporello. Karlsruhe: 2014

Kontakt

Dr. phil. Dipl.-Ing. Oliver Parodi,
Dr. Ing. Andreas Seebacher

Karlsruher Institut für Technologie (KIT)
Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS)
Postfach 3640
76021 Karlsruhe

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