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Energetic Algae (EnAlgae)

Energetic Algae (EnAlgae)
Projektteam:

Rösch, Christine (Projektleitung); Johannes Skarka; Andreas Patyk; Annika Weiss; Franziska Ketzer

Förderung:

INTERREG IVB North West Europe Programm

Starttermin:

2011

Endtermin:

2015

Projektpartner:

Swansea University, Wales, UK (Projektleitung); Centre for Sustainable Aquatic Research (CSAR), UK (Lead Partner); European Biomass Industry Association, BE; Ghent University, BE; Laborelec Ltd (GDF-SUEZ), BE; Flanders Marine, BE; University College West Flanders, BE; Agency for Renewable Resources, DE; HTW University of Applied Sciences, DE; Centre d'Etude et de Valorisation des Algues, FR; National University of Ireland Dublin, University College Dublin, IE; National University of Ireland, Galway, IE; Wageningen UR (including Plant Research International) / ACRRES, NL; Birmingham City University, UK; InCrops Enterprise Hub, UK; National Non-Food Crops Centre, UK; Plymouth Marine Laboratory, UK; Queen's University Belfast, UK; The Scottish Association for Marine Science, UK

Forschungsbereich:

Nachhaltigkeit und Umwelt

Beschreibung des Projekts

Logo EnAlgae
In der Europäischen Union soll der Anteil an regenerativen Energien weiter erhöht werden, um die anthropogenen Treibhausgasemissionen zu verringern, die Reichweite der fossilen Energieträger zu verlängern und die Sicherheit in der Energieversorgung zu verbessern. Unter den Regenerativen nimmt die Biomasse eine zentrale Rolle ein. Sie liefert den größten Anteil zur regenerativen Energieversorgung und stellt durch ihre gute Speicherfähigkeit und ihre vielseitige Verwendbarkeit zur Erzeugung von Treibstoffen, Strom und Wärme eine hochwertige Energiequelle dar. Eine Ausdehnung des Anbaus von Energiepflanzen ist in Europa möglich, stößt jedoch aufgrund der bereits vorhandenen intensiven Flächennutzung zunehmend an ihre Grenzen. Algen haben gegenüber anderen angebauten Biomassen große Vorteile. Während Raps und Mais nur etwa ein Prozent des Sonnenlichts in chemische Energie umwandeln können, binden Algen bis zu ungefähr fünf Prozent, die jedoch nur bei ausreichender CO2-Versorgung erreicht werden. Außerdem beanspruchen Algen keine landwirtschaftlich nutzbaren Flächen, da sie in technischen Systemen kultiviert werden können. Damit bietet die Algenbiotechnologie einen Ausweg aus dem sogenannten Teller-Tank-Dilemma. Ein weiterer Vorteil ist, dass Algen in Salz- und Brackwasser oder auch in nährstoffreichen Abwässern gedeihen und so den Konkurrenzdruck um Wasserressourcen und Düngemittel gegenüber der Landwirtschaft verringern können. Die Nutzung von Algen zur Erzeugung von Energie und hochwertigen Koppelprodukten steht noch am Anfang und der Bedarf nach wissensbasierter Entscheidungsunterstützung für Politik und Wirtschaft ist groß.

Vor diesem Hintergrund verfolgt das INTERREG-Projekt Energetic Algae (EnAlgae) das Ziel, die Entwicklung einer nachhaltigen, auf Algen basierten Biomasseproduktion in NW-Europa durch eine transnationale Bündelung von Wissen zu unterstützen und zu beschleunigen. Zugeschnitten auf die klimatischen Bedingungen in NW-Europa soll ein Netzwerk von experimentellen Anlagen errichtet und betrieben werden. Ein Anlagenregister von bestehenden und geplanten (Pilot-)Anlagen in NW-Europa wird erstellt und Betriebsdaten werden in standardisiertem Format gesammelt, aufbereitet und der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt. Ein zweiter Schwerpunkt des Projekts ist die Identifikation von ökonomischen, ökologischen und sozialen Chancen und Herausforderungen, die in NW-Europa in der Nutzung von Algenbiomasse liegen. Des Weiteren sollen Informationen für Politiker, Industrie und Investoren über für NW-Europa geeignete Produktionssysteme, Industriestandards und Absatzmärkte bereitgestellt werden. Die gesammelten Informationen, Erfahrungen und Wissensbestände werden zum Aufbau einer Web-basierten Entscheidungshilfe genutzt. Diese dient unter anderem dazu, standortspezifisch geeignete Produktionsverfahren auf der Basis von Algen zu identifizieren und nationale, regionale und lokale Entwicklungsstrategien zu erarbeiten.

Unter der Federführung von ITAS wird eine Nachhaltigkeitsanalyse und -bewertung für verschiedene Produktionsverfahren auf der Basis von Mikro- und Makroalgen durchgeführt. Dies erfolgt unter Anwendung des integrativen Nachhaltigkeitskonzeptes und von Stofffluß- und Lebenszyklusbasierten Umwelt- und Kostenanalysen. Ziel ist die Identifizierung der effizientesten und aus ökologischer, ökonomischer und sozialer Sicht vorteilhaftesten Algen-basierten Prozessketten sowie geeigneter Standorte für die Algenkultivierung. Darüber hinaus soll ein Konzept für eine nachhaltige Algen-Produktionsanlage erarbeitetet werden.

Projektwebsite: http://www.enalgae.eu/

Publikationen

Kontakt

Dr. Christine Rösch
Karlsruher Institut für Technologie (KIT)
Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS)
Postfach 3640
76021 Karlsruhe

Tel.: 0721 608-22704
E-Mail