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APV-RESOLA – Innovationsgruppe Agrophotovoltaik: Beitrag zur ressourceneffizienten Landnutzung

APV-RESOLA – Innovationsgruppe Agrophotovoltaik: Beitrag zur ressourceneffizienten Landnutzung
Projektteam:

Rösch, Christine (Projektleitung); Nora Weinberger, Daniel Ketzer, Stefanie Seitz

Förderung:

Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Starttermin:

2015

Endtermin:

2019

Projektpartner:

Fraunhofer Institut für Solare Energiesysteme (ISE), Universität Hohenheim, BayWa r.e. Solar Projects GmbH, Hofgemeinschaft Heggelbach, Regionalverband Bodensee Oberschwaben (RVBO)

Forschungsbereich:

Nachhaltigkeit und Umwelt

Projektbeschreibung

Die Energiewende und die zunehmende Nutzung von Technologien zur Energiegewinnung aus Sonne, Wind und Biomasse tragen zur Veränderung der gewohnten Kultur- und Naturlandschaft bei. Insbesondere der Anbau von Energiepflanzen und zukünftig auch die Freiflächen-Photovoltaik (FF-PV) haben einen hohen Flächenbedarf und erhöhen die Nachfrage nach begrenzt verfügbaren landwirtschaftlichen Flächen. Dies kann lokal zu Flächennutzungskonkurrenzen führen, die sich in höheren Pachtpreisen und gesellschaftlichen Konfliktkonstellationen zeigen. Eine mögliche Entschärfung von Flächennutzungskonflikten bietet die so genannte Agrophotovoltaik (APV), eine spezielle Systemtechnologie, die Erträge aus Photosynthese und Photovoltaik (PV) kombiniert. Hierbei bleibt die Fläche unter der FF-PV in landwirtschaftlicher Nutzung. Diese Doppelnutzung verringert die Konkurrenz zwischen Landwirtschaft und Energiewirtschaft. APV-Projekte können zudem zur dezentralen Energiewende beitragen und die lokale Wertschöpfung und somit die ländliche Entwicklung stärken, da diese Technologie – analog zu PV-Anlagen auf Dächern – Partizipationsmöglichkeiten für Landwirte, Gemeinden und KMUs bietet.

Zentraler Teil des Projektes ist die Erstellung eines Innovationskonzeptes durch eine APV-Innovationsgruppe, deren Mitglieder sich aus den Projektteams aller Projektpartner rekrutieren. Ergänzt wird dieses durch Qualifizierungsmaßnahmen, die die Mitglieder der Gruppe bei der Entwicklung eines nachhaltigen Innovationsmanagements unterstützen sollen. Die Innovationsgruppe steht in regelmäßigem Austausch mit anderen BMBF-geförderten Innovationsgruppen für ein nachhaltiges Landmanagement.

Die Region Bodensee-Oberschwaben wird zum Living Lab, in dem Innovationsprozesse und -management zum nachhaltigen Landmanagement realisiert, untersucht und weiterentwickelt werden sollen. Zu diesem Zweck soll in Heggelbach eine Pilotanlage installiert werden, an der agrar- und sozialwissenschaftliche Untersuchungen durchgeführt werden.

Zu den Aufgaben von ITAS im Projekt gehört die Einbeziehung von außerwissenschaftlichen Akteuren – Entscheidungsträgern, potentiellen Nutzern und Bürgern – in den Innovationsprozess. Hierdurch soll die Bedingungen und eventuelle Hemmnisse für die Markteinführung und Diffusion der Technologie erforscht werden. Dazu werden zwei Bürgerwerkstätten durchgeführt. Eine erfolgt vor der Realisierung der Anlage und eine zweite nach der Errichtung, um zu analysieren, ob das physische Erleben zu Veränderungen in der Bewertung der APV-Technologie führt.

Die Projektergebnisse sollen in innovationsunterstützende Empfehlungen an politische Entscheidungsträger, Dienstleister und Technikentwickler umgesetzt werden. Darüber hinaus bilden die Ergebnisse die Grundlage für ein Innovationskonzept für eine nachhaltige Landnutzung im Modellgebiet.

Projekt-Website: APV-RESOLA

Kurzfilm zur APV-Pilotanlageninstallation und Hintergründe zur Technologie:
http://www.youtube.com/watch?v=NJnXSzvy--8

Publikationen

Kontakt

Dr. Christine Rösch
Karlsruher Institut für Technologie (KIT)
Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS)
Postfach 3640
76021 Karlsruhe

Tel.: 0721 608-22704
E-Mail