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Klimaschutz gemeinsam wagen! Klimaschutzpotenzial im Alltagshandeln bei Ernährung, Mobilität, Konsum

Klimaschutz gemeinsam wagen! Klimaschutzpotenzial im Alltagshandeln bei Ernährung, Mobilität, Konsum
Projektteam:

Meyer-Soylu, Sarah (Projektleitung); Waitz, Colette (Projektleitung)

Förderung:

Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU)

Starttermin:

2018

Endtermin:

2022

Projektpartner:

KEK; Stadt Karlsruhe, Amt für Umwelt- und Arbeitsschutz; Bürgeraktion Umweltschutz Zentrales Oberrheingebiet; Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club e. V.; Tischlein Deck Dich e.V.; Evangelische Luthergemeinde (Oststadt); Oststadt Nachbarschaft; Kinder- und Jugendhaus (Oststadt)

Forschungsbereich:

Nachhaltigkeit und Umwelt

Projektbeschreibung

Logo BMU

„Wenn viele kleine Leute an vielen Orten viele kleine Dinge tun, können sie das Gesicht der Welt verändern.“ Das Projekt „Klimaschutz gemeinsam wagen!“ möchte mit BürgerInnen und Stakeholdern im Quartier der Karlsruher Oststadt eine Kultur der Nachhaltigkeit vorantreiben, in der Klimaschutz im Alltag ganz selbstverständlich gelebt wird. Das Projekt verfolgt das Ziel, mit interessierten BürgerInnen zu den drei Themenfeldern Ernährung, Mobilität und Konsum klimafreundliche Alternativhandlungen und Alltagsroutinen zu erarbeiten. Neben der Erfassung der dabei erfolgten CO2-äquivalent Einsparungen liegt ein weiteres Augenmerk auf einer gezielten Bewusstseinsbildung und Sensibilisierung im Bereich Klimaschutz.

Durch gemeinschaftliche Formate in den Themenfeldern sollen neu erarbeitete Handlungen gefestigt und etabliert werden. Die spezifischen Fragestellungen, zu denen in den Themenfeldern gearbeitet wird, sind offen und werden erst gemeinsam mit den Akteuren entsprechend der vorhandenen Bedürfnisse im Quartier entwickelt. Allen gemein sind jedoch folgende Ziele:

  • handfeste Einsparung von CO2-äquivalent durch angepasste Handlungsweisen in den Bereichen Mobilität, Ernährung und Konsum,
  • Vertiefung des Bewusstseins in Sachen Klima und Umweltschutz bei Einzelnen und Gruppen,
  • Erweiterung des Personenkreises, der sich mit Klima und Umweltschutz (in unterschiedlicher Intensität) auskennt,
  • Festigung von Nachbarschaften und Gemeinschaften, die gemeinsam Klimaschutz fördern und als Gruppe stark genug sind, auch nach Ende des Projektes weiter zu wirken.

Konkret sollen zwei zielgruppenspezifische Akteursnetzwerke aufgebaut werden:

  1. BürgerInnen, Haushalte, Hausgemeinschaften, Nachbarschaften
  2. lokale Gastronomie, Kantinen und Mensen

Netzwerk 1 entwickelt in transdisziplinären Workshops mit lokalen Praxispartnern Projektideen, die dann in der folgenden Projektlaufzeit unter dem Motto „Gestalte deine Welt!“ in Experimentform umgesetzt werden.

Netzwerk 2 startet mit der Identifikation möglicher Akteure aus der lokalen Gastronomie, Kantinen und Mensen. Hier soll intensiv an einer klimapositiven Veränderung des Gastronomiebetriebs gearbeitet werden, um es VerbraucherInnen zu ermöglichen, ihre Ernährung auch „außerhaus“ klimafreundlich zu gestalten. In transdisziplinären Workshops werden Ziele und Maßnahmen festgelegt, die ab dem zweiten Jahr zur Umsetzung kommen.

Eine vorläufige Potenzialanalyse gibt am Ende des ersten Jahres bereits Aufschluss über die möglichen CO2-äquivalent -Einspareffekte beider Netzwerke. Die entwickelten Ziele und Maßnahmen der Netzwerke werden am Ende des ersten Jahres in einem gemeinsamen Aktionsplan festgehalten, der als Grundlage für die Umsetzung der Ideen in den folgenden Jahren dient. Am Ende der Projektlaufzeit werden die tatsächlich eingesparten CO2-äquivalent abgeschätzt.

Im Projektverlauf werden zudem Klimacoachs ausgebildet, welche die Netzwerke in der Umsetzung der Maßnahmen begleiten, als Multiplikatoren und zur Verstetigung dienen und den Klimaschutz-Transfer in andere Quartiere anstoßen.

Das Projekt „Klimaschutz gemeinsam wagen“ ist eingebettet in die Strukturen und Aufgaben des KIT-Reallabors „Quartier Zukunft – Labor Stadt“ (QZ) und kooperiert mit der „Karlsruher Schule der Nachhaltigkeit“ (KSN).


Kontakt

Dipl.-Geoökol. Sarah Meyer-Soylu,
Dipl.-Umweltwiss. Colette Waitz

Karlsruher Institut für Technologie (KIT)
Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS)
Postfach 3640
76021 Karlsruhe