Home | english  | Sitemap | Impressum | Datenschutz | KIT

Roadmap Umwelttechnologien 2020

Roadmap Umwelttechnologien 2020
Projektteam:

Grunwald, Armin (Projektleitung); Jens Schippl (Projektleitung Phase II); Christian Dieckhoff; Nicola Hartlieb; Juliane Jörissen; Ursula Mielicke; Margaretha Möst; Oliver Parodi; Tim Reinhardt; Volker Stelzer; Nora Weinberger

Förderung:

BMBF

Starttermin:

2007

Endtermin:

2009

Projektpartner:

Fraunhofer Institut für Chemische Technologie (Thomas Hirth, Jörg Woidasky, Ansilla Frank)

Forschungsbereich:

Nachhaltigkeit und Umwelt

Beschreibung des Projekts

Das BMBF-Projekt "Roadmap Umwelttechnologien 2020" untersucht, welche Beiträge Forschung und Technik für zukünftige Umweltinnovationen leisten können. Ziel ist es, politische Handlungsspielräume sowie strategische Optionen für die entsprechende Forschungsförderung und für die Unterstützung des Transfers in die Umsetzung aufzuzeigen. Diese Untersuchungen erfolgen vor dem Hintergrund der Hightech-Strategie der Bundesregierung und des in der Entstehung befindlichen "Masterplans Umwelt". Das Projekt ist im BMBF-Referat "Nachhaltigkeit in Produktion und Dienstleistung" angesiedelt, die Betreuung liegt beim Projektträger "Umweltforschung und -technik" im DLR. Einige Arbeitsschritte werden in Kooperation mit dem Fraunhofer Institut für Chemische Technologien (ICT) durchgeführt.

Ressourcenprobleme, Klimawandel und andere Entwicklungen werden in den nächsten Jahrzehnten den Handlungsdruck im Umweltbereich massiv erhöhen. Die Nachfrage nach umwelteffizienten Technologien wird stark steigen, es ist mit dynamisch wachsenden Märkten zu rechnen. Deutschland ist in vielen Bereichen der Umwelttechnologie gut aufgestellt, besonders auf globaler Ebene sollte aber noch eine deutliche Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit deutscher Unternehmen möglich sein. Ein gezielter Ausbau der entsprechenden Technologieentwicklung in Deutschland verspricht daher, zusätzlich zu den positiven Umweltfolgen, wirtschaftliche Gewinne und Entwicklungsperspektiven.

Der Begriff der Umwelttechnologien ist grundsätzlich nicht eindeutig definiert. Folgende Arbeitsdefinition wir hier verwendet: Gegenstand des Projektes sind Technologien und ihre gesellschaftliche Einbettung (z. B. über Dienstleistungen und Märkte), mit denen in relevanter Weise ein Beitrag zur Minderung oder Lösung von umweltbezogenen Problemen und damit auch zu einem nachhaltigen Umgang mit natürlichen Ressourcen geleistet werden kann. Die Kennzeichnung "relevant" kann hierbei sowohl quantitativ über die Menge der mit der natürlichen Umwelt ausgetauschten Stoffe und Emissionen, aber auch qualitativ über ihre Bedeutung für die natürliche Umwelt gefasst werden. Technologien, die unmittelbar der Energiebereitstellung und -umwandlung dienen sind bei diesem Projekt allerdings ausgeschlossen, da diese an anderer Stelle vom Auftraggeber bearbeitet werden.

Das Projekt ist in zwei Phasen gegliedert: In Phase I soll der aktuell erreichte Stand im Bereich der Umwelttechnologien dargestellt werden; dies soll sowohl im Hinblick auf den wissenschaftlich- technischen Forschungsstand als auch in Bezug auf die Umsetzung in der industriellen Praxis und mit Blick auf die verfügbaren Aussagen zu den ökonomischen Volumina der betreffenden Märkte geschehen. Es gilt zu zeigen, in welchen Bereichen Entwicklungen vor dem Durchbruch stehen und welche hemmenden oder fördernden Faktoren in der praktischen Umsetzung oder auch im weiteren Fortschritt eine entscheidende Rolle spielen.

In Phase II wird aufbauend auf einer Analyse entsprechender politischer Zielssysteme und einer Mini-Delphi-Studie der eigentliche Roadmapping-Prozess durchgeführt. In der Erstellung dieser Roadmap für Umwelttechnologien geht es darum zu analysieren, welche mittel- und langfristigen Entwicklungen in den Umwelttechnologien heute absehbar sind bzw. unter Aspekten langfristiger Vorsorgeforschung aus heutiger Sicht wünschenswert erscheinen. Zusammen mit Experten aus Industrie, Forschung und Politik werden mögliche Entwicklungspfade und Lead-Märkte identifiziert. Dies erfordert also eine Kombination aus problemorientierter Vorgehensweise (wo besteht bzw. entwickelt sich Handlungsbedarf im Umweltbereich und welche Technologien werden benötigt?) und technikinduzierter Vorgehensweise (welche Angebote und Möglichkeiten ergeben sich aus dem wissenschaftlich-technischen Fortschritt?). Der Zeithorizont dieser Roadmap endet zunächst im Jahr 2020. Zur Orientierung langfristiger Forschungsförderung ist es jedoch sinnvoll, auch einen Blick auf die weitere Zukunft zu werfen.

Publikationen

Kontakt

Prof. Dr. Armin Grunwald
Karlsruher Institut für Technologie (KIT)
Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS)
Postfach 3640
76021 Karlsruhe

Tel.: 0721 608-22500
E-Mail