Home | english  | Sitemap | Impressum | KIT

Piloting RRI in Industry: A Roadmap for Transformative Technologies (PRISMA)

Piloting RRI in Industry: A Roadmap for Transformative Technologies (PRISMA)
Projektteam:

Coenen, Christopher (Projektleitung); Maria João Maia (Projektkoordination); Karsten Bolz; Ulrich Dewald; Armin Grunwald; Julia Hahn

Förderung:

Europäische Kommission, Horizon 2020, Develop the governance for the advancement of responsible research and innovation by all stakeholders, which is sensitive to society needs and demands and promote an ethics framework for research and innovation (H2020-EU.5.f.)

Starttermin:

2016

Endtermin:

2019

Projektpartner:

Technische Universiteit Delft, Netherlands (Koordination); Rijksinstituut Voor Volksgezondheiden Milieu, National Institute for Public Health and the Environment, Niederlande; Associazione Italiana per la Ricerca Industriale (AIRI), Italien; The University of Warwick, Großbritannien

Forschungsbereich:

Innovationsprozesse und Technikfolgen

Projektbeschreibung

PRISMA

Das PRISMA-Projekt strebt die Entwicklung und Erprobung einer Roadmap an, die es der Industrie erlauben wird, verantwortliche Forschung und Innovation („Responsible Research and Innovation“, RRI) in Innovationsprozessen zu implementieren. Dies soll im Rahmen von Aktivitäten unternehmerischer Gesellschaftsverantwortung bzw. Corporate Social Responsibility (CSR) erfolgen und es ermöglichen, Ungewissheiten und Risiken sowie auch öffentliche und ethische Bedenken hinsichtlich transformativer Technologien zu adressieren. Zudem hat das Projekt das Ziel, dass Firmen die Roadmap annehmen und anwenden. Um dieses Ziel zu erreichen, wird PRISMA u.a. auch mit Industrieverbänden, CSR- und Branchenorganisationen, der Politik und zivilgesellschaftlichen Organisationen zusammenarbeiten.

Acht Pilot-Aktivitäten zu RRI in der Industrie werden durchgeführt und analysiert, unter Beteiligung sowohl privatwirtschaftlicher Unternehmen als auch öffentlich-privater Partnerschaften und in einigen der wichtigsten Industrien in Europa. Während einige Pilot-Aktivitäten neue und emergierende Technologien (wie Nanotechnologie, synthetische Biologie und das Internet der Dinge) fokussieren werden, betreffen andere dieser Aktivitäten beispielhaft die Transformation seit längerer Zeit existierender Technologien (z.B. im Automobilbereich und der Materialforschung und -entwicklung). Die Pilot-Fälle werden Hinweise darauf geben, wie der RRI-Ansatz und die Einbeziehung der Gender-Dimension im Bereich der transformativen Technologien Innovationsprozesse und deren Ergebnisse verbessern können.

Die Ergebnisse der Pilot-Aktivitäten werden in die Entwicklung der RRI-CSR-Roadmap einfließen, die es wiederum anderen Akteuren in der Industrie erlauben wird, einen ähnlichen Weg einzuschlagen. Die Roadmap wird aus folgenden Elementen bestehen:

  • einer Reihe von RRI-Instrumenten für die Industrie, mit Anleitungen und Empfehlungen, wann und wie sie genutzt werden können, insbesondere auch hinsichtlich des Risikoniveaus, das im Zusammenhang mit Produkten oder Prozessen in den relevanten Industriebereichen jeweils besteht;
  • Ansätze und Instrumente zur Einbeziehung der Gender- und Diversitätsdimensionen in Forschung und Entwicklung;
  • Grundsätze für die Stakeholder-Einbeziehung in verschiedenen Phasen der Wertschöpfungskette;
  • ethische Grundsätze und Richtlinien;
  • Empfehlungen zur Integration von RRI in CSR;
  • Beispiele bester Praxis als Modelle für verantwortliche Innovation (auf der Grundlage der Pilot-Aktivitäten);
  • Mehrwert für Firmen (Wettbewerbsfähigkeit).

Das ITAS wird für eine der erwähnten Pilot-Aktivitäten zuständig sein. Daraus werden sich Hinweise darauf ergeben, wie der RRI-Ansatz – und insbesondere die Öffnung von Innovationsprozessen hin zu gesellschaftlichen Akteuren – den Entwicklungsprozess und die Qualität der Endergebnisse der Forschung verbessern kann. Dazu wird die Pilot-Aktivität analysiert, eingeschätzt und systematisch mit „normalen“ Projekten innerhalb der Firma verglichen.

Zudem wird das ITAS für die Konzeption und Organisation von fünf Stakeholder-Dialogveranstaltungen zuständig sein. Eines der Hauptziele dieser Veranstaltungen ist es, Feedback zu der Roadmap zu erhalten und dabei einen Austausch zwischen den verschiedenen Akteursgruppen zu stimulieren. Die Dialoge werden zudem auch für die Pilot-Projekte relevant sein, und sie werden direkte Kontakte und Feedback in laufenden Innovationsprozessen ermöglichen. Zu den zentralen Themen in diesen Dialogen werden Risiken, Gender-Fragen, gesellschaftliche Werte widerspiegelnde Produkte und Transparenz gehören.

PRISMA Website: http://www.rri-prisma.eu


Veranstaltung

Kontakt

Maria João Maia
Karlsruher Institut für Technologie (KIT)
Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS)
Postfach 3640
76021 Karlsruhe

Tel.: 0721 608-22249
E-Mail