Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS)

Mut zur Partnerschaft: Städtische Kooperationsentwicklung für Nachhaltigkeitstransformationen (AudaCITY)

Projektbeschreibung

Das KIT war 2016 unter den Gründungsmitgliedern des Global Consortium for Sustainability Outcomes (GCSO), einem internationalen Netzwerk, das Lösungen für Nachhaltigkeitsprobleme durch Forschung, Entwicklung und Weiterbildung fördert, indem sie entwickelt, getestet, implementiert und schließlich hochskaliert werden. Dies geschieht in einer weiten Spanne von Technologien, Methoden, wirtschaftlichen Anreizen, sozialem Wandel und kulturellen Praktiken. GCSO hat verschiedene Partner weltweit, die Ideen in die Tat umsetzen. Das Konsortium fördert Kompetenzen durch Bildung und verbreitet bewährte Lösungen, um Nachhaltigkeitseffekte auf mehreren Kontinenten zu erreichen. Der Erfolg von GCSO wird evidenzbasierte an positiven Ergebnissen sowie am weltweiten Einfluss auf Nachhaltigkeitstransformationen gemessen.

Von 2017 bis 2019 beteiligt sich das ITAS am transdisziplinären und internationalen Kooperationsprojekt Building Sustainability Implementation Capacity in City Staff and Leadership (CapaCities I & II). Durch Fortbildungen und gemeinsames Lernen von städtischen Mitarbeitern und Führungskräften in ausgewählten Städten weltweit unterstützte dieses GCSO-Projekt die nachhaltige Entwicklung regionaler Wirtschaftssysteme, Gemeinschaften und Ökosysteme. Gleichzeitig erstellt es eine kontextbezogene Typologie von Best-Practice-Beispielen für alle Städte, um Fortschritte in der Nachhaltigen Entwicklung zu erzielen.

Seit 2019 läuft in der GCSO Kooperation das Folgeprojekt „AudaCity for Partnerships“, dessen Fokus auf der Entwicklung einer langfristigen strategischen Kooperation zwischen städtischen und universitären Partnern liegt. Um Transformationen im Sinne von Nachhaltigkeit und Resilienz lokal zu erreichen gilt es, auch solche internen Transformationen anzugehen. An der Schnittstelle zwischen Stadt und Universität finden sich oft Einzelprojekte, die zu enggeführten, isolierten Kooperationen zwischen Stadt und Universität führen. Damit die transdisziplinäre Nachhaltigkeitsforschung ihrem Transformationsanspruch gerecht werden kann, muss sie dieser „Projektifizierung“ entgegenwirken. Während die transdisziplinäre Nachhaltigkeitswissenschaft neue Standards gesetzt hat, wie Forschung in Zusammenarbeit mit der Stadt und anderen Partnern durchgeführt wird und welche Resultate angestrebt werden sollten, limitiert der konstante Fokus auf Projekte die Transformation. Um wirkungsvoll an Nachhaltigkeitstransformationen arbeiten zu können, müssen Städte und Universitäten eine langanhaltende und mutige Partnerschaft eingehen, die über ebenso lange Zeitskalen verfügt, wie die Transformationen, die sie erreichen möchte.

Auf Basis eines gemeinsam erarbeiteten Evaluationsrahmens wird in allen Projektstandorten (Mexico City, Tempe, Portland, London, Dublin und Karlsruhe) eine Ist-Zustand-Erhebung und Ziel-Festlegung durchgeführt. Zwei Aktivitäten an allen Standorten bilden den Kern des Projekts: Erstens der Aufbau „mutiger“ Kooperationen, u.a. durch Visionsentwicklung, Strategiebildung und katalytischer Interventionen wie spiel-basierter Workshops, sowie andererseits die Vernetzung und Intensivierung laufender Projekte. Der spezifische Beitrag des KIT besteht in der Entwicklung transdisziplinärer Nachhaltigkeitspraktiken und der Stärkung der Kooperation zwischen KIT und der Stadt Karlsruhe, ausgehend vom Reallabor „Quartier Zukunft“.

Kontakt

Dipl.-Ing. Richard Beecroft
Karlsruher Institut für Technologie (KIT)
Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS)
Postfach 3640
76021 Karlsruhe

Tel.: 0721 608-24674
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