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Datenvalidierung / Methodenentwicklung zur verbesserten Erfassung und Darstellung der Emissionssituation im PRTR

Datenvalidierung / Methodenentwicklung zur verbesserten Erfassung und Darstellung der Emissionssituation im PRTR
Projektteam:

Wursthorn, Sibylle (Projektleitung); Poganietz, Witold-Roger (Projektleitung)

Förderung:

Umweltbundesamt

Starttermin:

2011

Endtermin:

2013

Projektpartner:

Ecologic Institut gGmbH, Berlin;
FH Potsdam, Interaction design lab, Potsdam;
Institut für Wasser und Gewässerentwicklung, Bereich Siedlungswasserwirtschaft und Wassergütewirtschaft, Karlsruher Institut für Technologie;
Institut für Feuerungs- und Kraftwerkstechnik (IFK), Universität Stuttgart;
ifeu - Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg GmbH;
Johann Heinrich von Thünen-Institut, Institut für Agrarrelevante Klimaforschung;
Institut für Energiewirtschaft und Rationelle Energieanwendung (IER), Universität Stuttgart

Forschungsbereich:

Energie - Ressourcen, Technologien, Systeme

Projektbeschreibung

In Artikel 5 Abs. 9 der Aarhus Konvention wird der schrittweise Aufbau eines zusammenhängenden, landesweiten Systems von Verzeichnissen oder Registern zur Erfassung der Umweltverschmutzung in Form einer öffentlich zugänglichen Datenbank vereinbart. Ausgangspunkt für die europäischen und deutschen Regelungen ist das PRTR-Protokoll. Das Ziel eines solchen Schadstoffemissionsregisters ist die Information der Öffentlichkeit über die Freisetzung und Verbringung der wichtigsten Emissionen in die Luft, in den Boden und in Gewässer. Mit der Ratifizierung des PRTR-Protokolls und dem in Kraft treten des Protokolls sind Deutschland und die Europäische Union dazu verpflichtet, ein nationales Schadstofffreisetzungs- und -verbringungsregister aufzubauen. Auf der EU-Ebene wurde auf Grundlage der PRTR-VO (Verordnung (EG) Nr. 166/2006) das europäische Pollutant Release and Transfer Register (E-PRTR) eingerichtet. Die Berichterstattung und Veröffentlichung der Daten in Deutschland wird durch das PRTR-Gesetz (SchadRegProtAG) geregelt. Gemein beider PRTR ist es, (schwerpunktmäßig) die Emissionen von sog. Punktquellen zu erfassen. Diffuse Quellen werden bisher nicht oder im europäischen PRTR für einige ausgewählte Schadstoffe erfasst.

Das Ziel des Projektes ist es die für das deutsche PRTR benötigten Daten im Bereich der diffusen Quellen zu erarbeiten, zu validieren und bereitzustellen. Hierfür soll eine Vorgehensweise zur Ermittlung eines Datenmodells für die Abbildung von diffusen Quellen in Deutschland für das PRTR erarbeitet werden, um für die allgemeine Öffentlichkeit geeignete und verständliche Emissionsdaten bereitstellen zu können. Hierfür werden verfügbare Daten zur Umweltbelastung aus diffusen Quellen systematisch auf ihre Publikationsmöglichkeit im PRTR Register überprüft und aufbereitet. Die aufbereiteten Daten zu den Emissionen aus diffusen Quellen sollen im PRTR System eingebunden und der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt werden. Ziel ist es damit neben den industriellen Emissionen auch relevante Emissionen aus Verkehr, Landwirtschaft und den privaten Haushalten möglichst regionalisiert darzustellen.

Damit unterstützt das Projekt den Prozess der Einführung eines Schadstofffreisetzungs- und -verbringungsregisters im Bereich diffuse Quellen in Deutschland und trägt nachhaltig zur qualitativen Verbesserung der Daten bei.

Publikationen

Kontakt

Sibylle Wursthorn
Karlsruher Institut für Technologie (KIT)
Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS)
Postfach 3640
76021 Karlsruhe