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Technikfolgenabschätzung im politischen System

Das Spannungsfeld zwischen Wissenschaft und Politik steht im Mittelpunkt der Neuerscheinung, die die Beiträge zur fünften Konferenz des Netzwerks Technikfolgenabschätzung (NTA) dokumentiert.
BuchcoverTechnikfolgenabschätzung im politischen System

Welche Rolle spielt die Technikfolgenabschätzung (TA) heute in der Politik? Welchen Herausforderungen und Spannungsfeldern ist sie bei ihrer Arbeit ausgesetzt, etwa wenn es um die Beurteilung politischer und gesellschaftlicher Rahmenbedingungen neuer Technologien oder um die Einbeziehung von Bürgerinnen und Bürger geht? Welche Faktoren stehen der Umsetzung „wissenschaftlich bester“ Lösungen durch politische Akteure im Wege?

Diese Fragen stehen im Mittelpunkt der vorliegenden Veröffentlichung. Sie dokumentiert die Beiträge der fünften Konferenz des Netzwerks Technikfolgenabschätzung (NTA), die anlässlich des 20-jährigen Jubiläums des Zentrums für Technologiefolgen-Abschätzung der Schweiz (TA-Swiss) im Oktober 2012 in Bern stattfand.

Der vom stellvertretenden Leiter des Instituts für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS), Michael Decker, eingeleitete und mit herausgegebene Band versammelt 19 Beiträge und 8 Kurzberichte. Deren thematische Bandbreite reicht von neuen Ansätzen zur methodischen Weiterentwicklung der Technikfolgenabschätzung, über Erfahrungen im Spannungsfeld zwischen Politik und Wissenschaft bis hin zur Beschreibung bestehender Konflikte und den Facetten einer wissenschaftlichen Versachlichung der Diskussion über Technikfragen. Thematisiert werden darüber hinaus konkrete Erfahrungen im Umgang mit TA in Österreich und Belgien sowie die ethische und moralische Dimension der TA.

Besonders hervorzuheben ist, dass auch die „Nachfrageseite“ der TA zu Wort kommt. „Technikfolgenabschätzung im politischen System“ dokumentiert eine von Sergio Bellucci, dem Geschäftsführer von TA-Swiss, moderierte Podiumsdiskussion mit der Schweizer Nationalrätin Ruth Humbel, der Vorsitzenden des Ausschusses für Forschung, Technologie und Innovation des österreichischen Nationalrats, Ruperta Lichtenecker, und der Vorsitzenden des Ausschusses für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung des Bundestags, Ulla Burchardt. Die Parlamentarierinnen äußern dabei unter anderem den Wunsch nach noch besseren Kommunikationsfähigkeiten der TA. (04.02.2015)

Bibliographische Angaben:

Decker, Michael; Bellucci, Sergio; Bröchler, Stephan; Nentwich, Michael; Rey, Lucienne; Sotoudeh, Mahshid (Hg.)
Technikfolgenabschätzung im politischen System. Zwischen Konfliktbewältigung und Technologiegestaltung, Berlin: edition sigma 2014 (Gesellschaft - Technik - Umwelt, Neue Folge 17) weitere Informationen zum Buch; Rezension (Portal für Politikwissenschaft)