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Auf dem Weg zum künstlichen Leben? [06.06.2011]

Am 21. Juni 2011 von 19.00 bis 21.00 Uhr wird das Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS) des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) eine öffentliche Diskussionsveranstaltung zu den Chancen und Risiken der Synthetischen Biologie durchführen. Es wird dabei unterstützt vom Zentrum für Angewandte Kulturwissenschaft und Studium Generale (ZAK) am KIT, vom Projekt Engineering Life, vom Bio:Fiction Science, Art & Film Festival und vom Zentrum für Kunst und Medientechnologie Karlsruhe (ZKM), wo die Veranstaltung auch stattfindet (ZKM Medientheater; freier Eintritt). Die Veranstaltung ist Teil der öffentlichen Dialogaktivitäten des Projekts SYNTH-ETHICS, das von der Europäischen Kommission gefördert wird. Teilnehmen werden auch Mitarbeiter und Gäste des nationalen Projekts Engineering Life, das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert wird. Ein weiterer Teil des Programms ist die Bio:Fiction@Karlsruhe, bei der drei Kurzfilme des Bio:Fiction Science, Art & Film Festival gezeigt werden. Die gesamte Veranstaltung findet in deutscher und englischer Sprache statt und wird simultan gedolmetscht.

Durch Fortschritte in der Biologie und Gentechnik erscheint die Erschaffung von Lebewesen im Labor zunehmend als eine realistische Zukunftsvision. Meist werden diese Fortschritte mit dem Begriff "Synthetische Biologie" bezeichnet, wobei es jedoch keineswegs nur um diesen Aspekt geht: Ganzheitlich betrachtet, kann es als Anspruch der Synthetischen Biologie gelten, langfristig die Biologie in eine exakte Ingenieurswissenschaft und Leben in Technologie zu verwandeln. Kritische Stimmen warnen vor Risiken dieser neuen Entwicklungen oder melden grundsätzliche Bedenken gegen den Anspruch an, künstlich Lebewesen mit komplett neuen Eigenschaften zu schaffen, selbst wenn es sich nur um Bakterien oder Einzeller handelt. Aus Teilen der Forschung und Politik wird hingegen verstärkt auf die großen Chancen hingewiesen, die das Feld für die Lösung zentraler Probleme in Bereichen wie Energie, Gesundheit und Umwelt biete. Zugleich erleben wir national wie international vermehrt akademische und öffentliche Diskussionen zu ethischen und gesellschaftlichen Aspekten der Synthetischen Biologie. Auch in der Kunst findet das Thema zunehmend Beachtung. Der Abend wird durch einführende Impulsvorträge und die Kurzfilmvorführung eingeleitet. Anschließend besteht die Möglichkeit, Vertreterinnen und Vertreter der Forschung, zivilgesellschaftlicher Organisationen und anderer Gruppen zu ihrer Arbeit und zu ihren Ansichten zu befragen und mit ihnen über die Gegenwart und Zukunft der Synthetischen Biologie in einen Dialog zu treten.

Weiterführende Links:

ITAS SynBio
Projekt Engineering Life
Projekts SYNTH-ETHICS
Zentrum für Angewandte Kulturwissenschaft und Studium Generale (ZAK)
Bio:Fiction Science, Art & Film Festival
Zentrum für Kunst und Medientechnologie Karlsruhe (ZKM)