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Die Stadt Karlsruhe ist mit ITAS und weiteren Partnern Preisträger im Wettbewerb "Klimaneutrale Kommune" [11.01.2011]

Die Stadt Karlsruhe sowie acht weitere Kommunen sind Sieger des vom Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr Baden-Württemberg ausgeschriebenen Wettbewerbs "Klimaneutrale Kommune". Umweltministerin Tanja Gönner zeichnete die Kommunen am 20. Dezember im Stuttgarter Landtag aus. Das Preisgeld besteht in einem 70-prozentigen Zuschuss für eine Machbarkeitsstudie. Sie soll klären, unter welchen Voraussetzungen bis zum Jahr 2050 Strom- und Wärmebedarf sowie der Energiebedarf für Mobilität weitgehend reduziert beziehungsweise CO2-neutral bereitgestellt werden können. Mit Hilfe der Studie sollen konkrete Maßnahmen sowie Kosten und Auswirkungen ermittelt werden. ITAS wird sich im Rahmen der Studie vor allem bei der Entwicklung der Energieszenarien, aber auch der Erarbeitung der Strategieansätze und Maßnahmenbündel einbringen.

Mit den Städten Karlsruhe, Freiburg, Ludwigsburg, Horb am Neckar, Lörrach, Emmendingen, Staufen und den Gemeinden Allensbach und Aspach sind neun Kommunen ausgewählt worden. "Immer mehr Städte und Gemeinden engagieren sich im Klimaschutz. Die klimaneutralen Kommunen sollen als gute Beispiele Schule machen", erklärte Umweltministerin Tanja Gönner am 20. Dezember 2010 in Stuttgart. In den Modellprojekten sollen Wege aufgezeigt werden, wie Städte und Gemeinden den CO2-Ausstoß langfristig auf nur noch ein bis zwei Tonnen pro Jahr und Einwohner senken können. Ein Wert, der nach den Erkenntnissen des Weltklimarates als klimaneutral gilt. Zuletzt lag der durchschnittliche CO2-Ausstoß im Land Baden-Württemberg bei 6,8 Tonnen pro Einwohner und Jahr und im bundesweiten Durchschnitt sogar bei 10,2 Tonnen. Das Land habe zur Unterstützung der Kommunen insgesamt zwei Millionen Euro bereitgestellt, von denen rund 535.000 Euro als Unterstützung für die Preisträger eingesetzt werden. "Wir wollen damit die bundesweite Vorreiterrolle des Landes beim Klimaschutz weiter ausbauen", betonte Umweltministerin Gönner. Beim CO2-Ausstoß liege Baden-Württemberg schon um über 30 Prozent unter dem Bundesdurchschnitt. "Ausgehend von diesem guten Niveau ist es zwar schwierig, weitere Minderungen beim CO2-Ausstoß zu erreichen. Wir sehen uns aber dennoch in der Verantwortung einen nennenswerten Beitrag zur Erreichung der deutschen Klimaschutzziele zu leisten. In den Kommunen haben wir engagierte Mitstreiter." Für die Stadt Karlsruhe und im Namen des Oberbürgermeisters nahm Bürgermeister Klaus Stapf die Auszeichnung entgegen. Er freue sich sehr, so Stapf, dass Karlsruhe die Studie teilfinanziert bekomme. Denn es hätten sich auch andere namhafte Städte beworben, die im Klimaschutz aktiv sind: "Wir haben damit den Schritt in die erste Reihe der Klimastädte vollzogen. Unser Weg besteht darin, das Thema Klimaschutz übergreifend und mit allen Akteuren der Stadt anzugehen und sie mit differenzierten Maßnahmen mitzunehmen."

Die Hauptaufgabe von ITAS in dem Projekt liegt vor allem in der Entwicklung der Szenarien. Ausgehend vom Status Quo werden Szenarien erarbeitet, um darzustellen mit welchen Rahmenbedingungen die Akteure der Stadt Karlsruhe in den nächsten Jahren zu rechnen haben, wenn Sie das Ziel von 2 t CO2 / Kopf in 2050 erreichen wollen. In diese Szenarien fließen auch die aktuell geplanten und beschlossenen Aktivitäten der EU, der Bundesregierung und des Landes als Rahmenbedingungen für die Aktionsmöglichkeiten der Stadt Karlsruhe im Bereich Klimaschutz ein. Ausgehend von diesen Rahmenbedingungen werden die Auswirkungen auf die CO2-emittierenden Sektoren dargestellt und Optimierungsmaßnahmen entwickelt.

Informationen zum Wettbewerb: Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr Baden-Württemberg
Pressemitteilung zur Preisverleihung: Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr Baden-Württemberg