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10 Jahre ITAS: Vor genau zehn Jahren wurde aus der Abteilung für Angewandte Systemanalyse (AFAS) das Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse [01.07.2005]

Heute, vor genau zehn Jahren wurde nach einem Beschluss des Aufsichtsrats des Forschungszentrums Karlsruhe aus der Abteilung für Angewandte Systemanalyse (AFAS) das Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse - Anlass und Gelegenheit nicht nur für einen Rückblick, sondern auch für einen Ausblick. Dem entsprechend bietet das gerade erschienene diesjährige Jahrbuch des Instituts eine kommentierte Chronik des Instituts und seiner Vorläuferinstitutionen sowie Wiederabdrucke von 16 ausgewählten Aufsätzen aus zehn Jahren Forschung des ITAS. Mit der Zukunft befasst sich ein Kolloquium am 07.07.2005, in dem Prof. Dr. Manfred Popp, Vorstandsvorsitzender des Forschungszentrums Karlsruhe, und Prof. Dr. Ernst-Ulrich von Weizsäcker, MdB, die zukünftige Rolle von ITAS bzw. der Technikfolgenabschätzung thematisieren werden.

ITAS – mit oder ohne Jubiläum – , das sind vor allem die Personen, die dort arbeiten.

ITAS – mit oder ohne Jubiläum – , das sind vor allem die Personen, die dort arbeiten.

Aufnahme vom 02.06.2005 (ITAS Jahrbuch 2003 / 2004, S. 8)

Auf dem Bild mehr oder weniger gut zu erkennen sind: Achternbosch, Matthias; Bechmann, Gotthard; Bechmann, Martin; Böhle, Knud; Decker, Michael; Dusseldorp, Marc; Fleischer, Torsten; Fürniß, Beate; Gloede, Fritz; Grunwald, Armin (Institutsleiter; erste Reihe, zweiter von links); Halbritter, Günter; Hauser, Robert; Hoffmann, Brigitte; Kälber, Stefan; Kappler, Gunnar; Kopfmüller, Jürgen; Krings, Bettina-Johanna; Kullmann, Margareta; Kupsch, Christel; Laier, Waltraud; Lange, Stephan; Lehn, Helmut; Leible, Ludwig; Meyer, Rolf; Neu-Thoss, Charlotte; Nieke, Eberhard; Orwat, Carsten; Parodi, Oliver; Petermann, Gabriele; Proplesch, Peter; Raab, Konrad; Riehm, Ulrich; Rösch, Christine; Sardemann, Gerhard; Schmidt-Leis, Bettina; Schulz, Volkhard; Stelzer, Volker; Weber, Arnd; Werner, Matthias; Wingert, Bernd; Woll, Tobias.

Nicht auf dem Bild: Berg, Ingrid von; Besson, Edith; Bräutigam, Klaus-Rainer; Coenen, Christopher; Fiedeler, Ulrich; Goelsdorf, Brigitta-Ulrike; Grünwald, Reinhard; Hartlieb, Nicola; Hennen, Leonhard; Hocke-Bergler, Peter; Jörissen, Juliane; Kaufmann, Gabriele; Klein-Vielhauer, Sigrid; Mäule, Monika; Oertel, Dagmar; Paskaleva-Shapira, Krassimira; Petermann, Thomas; Rader, Michael; Rastätter, Gaby; Revermann, Christoph; Sauter, Arnold; Scherz, Constanze.

  • Mehr über die einzelnen Personen und ihre Arbeit erfahren Sie auf den Webseiten der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hier

Die Institutsgründung hat eine lange Vorgeschichte, die bis in die fünfziger Jahre des letzten Jahrhunderts reicht. Die folgende Chronologie gibt einen Eindruck der Pfade die zur Gründung von ITAS führten und von dem weiteren Kontext, in dem diese Entwicklung stattfand.

Zur Vorgeschichte der ITAS-Gründung (Auszug aus dem ITAS-Jahrbuch 2003 / 2004)

1956 Gründung der Kernreaktor Bau- und Betriebs-Gesellschaft mbH Karlsruhe am 19.07.1956.
1958 In Heidelberg gründet Helmut Krauch die Studiengruppe für Systemforschung (SfS).
1972 Auf der Grundlage des IAR (des Instituts für Angewandte Reaktorphysik) kommt es zur Gründung des Instituts für Angewandte Systemtechnik und Reaktorphysik (IASR) (Leitung Wolf Häfele) im Kernforschungszentrum Karlsruhe.
1972 Gründung des OTA (Office of Technology Assessment) am 13.10.1972 beim US Congress.
1973 Erste parlamentarische Initiative zur Errichtung eines Parlamentarischen Amtes zur Bewertung technologischer Entwicklungen; Gutachtenauftrag der Bundestagsverwaltung an Herbert Paschen bzw. die SfS.
1973 Am 21.03.1973 findet das Bundestagshearing über die SfS-Befragung zu Prioritäten der Forschungspolitik statt. Krauch scheidet aus der SfS aus. Es gibt nunmehr zwei Forschungsbereiche: „Planung und Innovation“ (Leitung Herbert Paschen) und „Information und Dokumentation“ (Leitung Werner Kunz).
1975 Zum 01.01.1975 wird der Bereich „Planung und Innovation“ der SfS in das IASR überführt und bildet dort unter der Leitung von Paschen eine Abteilung.
1976 Der Vorschlag des Vorstandes, Teile des IAS (des Instituts für Angewandte Systemanalyse) dem Vorstand als „Stabsabteilung“ zuzuschlagen, findet im Wissenschaftlich-Technischen Rat (WTR) keine Mehrheit.
1977 Gründung von AFAS auf den 01.01.1977, Leitung Herbert Paschen, in der Folgezeit wichtige TA-Projekte.
1985 Am 15.03.1985 beschließt der Deutsche Bundestag, eine Enquete-Kommission zu „Einschätzung und Bewertung von Technikfolgen“ einzusetzen.
1985 Arbeiten zum Aufbau einer TA-Infrastruktur und -Datenbank (im Auftrag des BMFT) werden in Kooperation mit dem FIZ Karlsruhe aufgenommen.
1987 Im November 1987 wird nach dem Scheitern der ersten Enquete-Kommission eine zweite zu TA eingesetzt; Paschen wird in die Kommission berufen.
1990 Etablierung des TAB (Büro für Technikfolgen-Abschätzung beim Deutschen Bundestag in Bonn) und Übernahme des Betriebs durch AFAS (Paschen übernimmt auch Leitung des TAB).
1990 Die parlamentarischen TA-Einrichtungen in Deutschland, Dänemark, Frankreich, Großbritannien, den Niederlanden sowie beim Europäischen Parlament schließen sich zum European Parliamentary Technology Assessment Network (EPTA) zusammen.
1992 Erste Nummer der von AFAS herausgegebenen „TA-Datenbank-Nachrichten“ erscheint im März 1992.
1995 Nach einem Beschluss des Aufsichtsrats des Forschungszentrums Karlsruhe wird AFAS unter Leitung von Herbert Paschen am 01.07.1995 zum Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS).

Weiterführende Links:

  • Die vollständige Chronologie mit den „Anmerkungen zur Institutsgeschichte“ von Bernd Wingert aus dem aktuellen ITAS-Jahrbuch hier/pdf
  • Andrea Brinckmann, Doktorandin beim ITAS von 200-2004, hat zur Geschichte der Studiengruppe für Systemforschung, Heidelberg, eine wissenschaftshistorische Dissertation verfasst, deren Publikation bei der edition sigma in Vorbereitung ist mehr
  • Das Programm zum Kolloquium anlässlich des zehnjährigen Bestehens des ITAS am 07.07.2005 Flyer/pdf