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Neues Buch über "Wissenspolitik" erschienen [07.08.2003]

Wissenspolitik. Die Überwachung des Wissens

Wir haben eine neue Phase in öffentlichen Auseinandersetzungen über die gesellschaftliche Rolle der Wissenschaften erreicht. Die kontroversen Diskussionen um embryonale Stammzellen, Neurogenetik, Xenotransplantationen oder reproduktives Klonen machen deutlich, dass die Frage nach den sozialen Voraussetzungen und Folgen ungebremst expandierender (natur)wissenschaftlicher Erkenntnisse zur dringenden Problematik der gesellschaftlichen Tagesordnung und des politischen Alltags wird. Nicht selten mündet diese Diskussion in den Ruf nach einer Überwachung und bewußten Steuerung des Wissens.

Doch welche Erkenntnisse sollen überwacht werden, wie sollen sie gesteuert werden, und wer ist verantwortlich? Und welches Wissen ist notwendig, um Wissen zu überwachen? Und in welchem Interesse wird entschieden? Werden wissenschaftliche Erkenntnisse (wieder) zu einem privaten Gut? Und wie organisiert man eine Überwachung des Wissens?

Dieses neue Feld der "Wissenspolitik" wird die politische Landschaft verändern. Den Autor Nico Stehr interessieren "die Grundlagen der unterschiedlichen Standpunkte in der Debatte zur Überwachung des Wissens wie auch die Wege und Chancen einer Regulierung des Wissens in modernen, und das heißt zunehmend: zerbrechlichen Gesellschaften". Stehr zeigt auf, dass trotz des "Herrschaftsverlustes der großen gesellschaftlichen Zweckorganisationen" die großen gesellschaftlichen Institutionen auch in diesem Kontext immer noch als handlungsfähige Systeme gesellschaftlicher Steuerung funktionieren.

Bibliographische Angaben:
Nico Stehr
Wissenspolitik. Die Überwachung des Wissens. Frankfurt am Main: Suhrkamp, 2003 (suhrkamp taschenbuch wissenschaft 1615), ISBN: 3-518-2915-3, 327 Seiten, 13,00 Euro

 

 

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